IMPRESSIONISMUS & MODERNE 4. DEZEMBER 2026

3229* HENRI LEBASQUE (Champigné 1865–1937 Le Cannet) Madame Lebasque et sa fille cousant devant la fenêtre. 1911. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: H. Lebasque 1911. 81 × 65 cm. Provenienz: - Auktion Laurin-Rheims, Paris, 23.6.1961, Los 139. - Musée du Petit-Palais, Genf. - Auktion Maître Blache, Versailles, 5.12.1971, Los 51. - Privatbesitz Frankreich. - Auktion Aguttes, Neuilly-sur-Seine, 31.3.2006, Los 188. - Privatbesitz Frankreich. - Auktion Sotheby‘s, London, 23.6.2010, Los 271. - Privatsammlung Belgien, an obiger Auktion erworben. Literatur: Denise Bazetoux: Henri Lebasque. Catalogue raisonné, Neuilly-sur-Marne 2008, S. 193, Nr. 672 (mit Abb.). Das grossformatige Gemälde von Henri Lebasque fasziniert durch sei- ne Vielschichtigkeit, denn es ist zugleich Interieur wie Stadt- oder Land- schaftsbild. Zunächst werden wir Zeugen einer intimen Alltagsszene der Familie des Künstlers: In Licht getaucht, sitzen seine Frau und eine seiner Töchter vor dem Fenster, versunken in ihre Näharbeiten. Das dunkle Ge- länder sowie die angeschnittenen Balkontüren bilden dabei einen festen und geschützten Rahmen für diese häusliche Szenerie voller Ruhe. Heben wir aber den Blick, so tut sich vor uns die sonnendurchflutete Aussenwelt auf, die sowohl Landschaftselemente (der blaue Himmel mit rosa Wolken und die grünen Bäume) als auch architektonische Elemente (Häuser und einen imposanten Schornstein) aufweist. Durch dieses harmonische und farbgewaltige Zusammenspiel von priva- ter Geborgenheit und öffentlicher Stadtwelt erfährt das Werk seine ganz besondere und fesselnde Wirkung. CHF 40 000/70 000 (€ 43 010/75 270) 44

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