IMPRESSIONISMUS & MODERNE 4. DEZEMBER 2026

3250* EMIL NOLDE (Nolde 1867–1956 Seebüll) Gebirgssee/Bergsee. 1948. Aquarell auf Japanpapier. Unten rechts signiert: Nolde. 26,5 × 45,6 cm. Gutachten: Dr. Martin Urban, Seebüll, 14.9.1975. Provenienz: - Privatbesitz Flensburg. - Schweizer Privatbesitz, durch Erbschaft von Obigem. - Auktion Koller, Zürich, 1.12.2023, Los 3226. - Schweizer Sammlung, an obiger Auktion erworben. Das Werk ist im Archiv der Nolde-Stiftung Seebüll unter der Nummer Fr.A.1030 registriert. Noldes Verbindung zur Schweiz geht auf den Januar 1892 zurück, als er im Alter von 24 Jahren eine Lehre als Gebrauchsgrafiker am Museum für industrielle und angewandte Kunst in St. Gallen beginnt. Regelmässig kehrt der Künstler in die Schweiz zurück, um Freunde zu besuchen oder später aus gesundheitlichen Gründen zusammen mit seiner Frau Ada. Die Massive der Schweizer Berge beeindrucken den Künstler nachhaltig. Nolde malt sie nicht nur, sondern will sie in ihrer gesamten Vielfalt erleben. 1948 verstirbt seine Frau Ada. Nolde heiratet nochmals und die Hoch- zeitsreise führt sie ein letztes Mal in die Schweiz. Das vorliegende Aqua- rell "Bergsee" entsteht auf eben dieser finalen Schweiz-Reise. In der für ihn charakteristischen Nass-in-Nass-Aquarellmalerei zaubert Nolde hier zum letzten Mal eine farbintensive und wunderbar stimmige Darstellung der Schweizer Berglandschaft. CHF 70 000/90 000 (€ 75 270/96 770) 70

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