POST-WAR & CONTEMPORARY 3. DEZEMBER 2026

3411 HEINZ MACK (Lollar 1931–lebt und arbeitet u.a. in Mönchengladbach) Sternen-Gitter. 2007. Acryl auf Leinwand. Oben rechts signiert und datiert: mack 07. Verso betitelt, signiert und datiert: "Sternen-Gitter" mack 7. 133 × 164 cm. Gutachten: Mack Foundation, Essen, März 2026. Provenienz: - Galerie c.art, Prantl & Boch, Dornbirn. - Privatsammlung Lichtenstein, 2010 in obiger Galerie erworben. Die Arbeit "Sternen-Gitter" von Heinz Mack zeigt ein streng wirkendes Raster aus Linien, das sich über eine blaue Fläche legt. An den Kreuzungspunkten leuchten kleine goldene Quadrate, die an Sterne erinnern. Trotz dieser klaren Ordnung wirkt das Bild nicht statisch: Nach längerem Betrachten fängt es an zu flimmern, die Fläche scheint sich zu bewegen und es entsteht eine räum- liche Tiefe, obwohl keine Perspektive vorhanden ist. Diese Wirkung ist typisch für Mack und die ZERO-Gruppe, die sich auf grund- legende Phänomene wie Licht und Bewegung konzentriert. Das Bild versucht, eine visuelle Erfahrung zu erzeugen. Besonders das Zusammenspiel der Far- ben ist entscheidend. Das intensive Blau lässt die goldenen Punkte stärker leuchten, während diese zugleich die Wirkung des Blaus verändern. So ent- steht ein "Ökosystem" aus Farben, in dem jedes Element die Wahrnehmung des anderen beeinflusst. Durch das Flimmern wirkt die Rasterstruktur weniger stabil. Die Linien und Punkte lenken den Blick über die Fläche und erzeugen den Eindruck von Be- wegung, obwohl das Bild statisch ist. Gleichzeitig lässt sich nicht eindeutig erkennen, welche Bereiche im Vordergrund und welche im Hintergrund lie- gen. Dadurch entsteht eine irritierende räumliche Wirkung, die entfernt an die Arbeiten von M. C. Escher erinnert. CHF 50 000/70 000 (€ 53 760/75 270) 14

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