POST-WAR & CONTEMPORARY 3. DEZEMBER 2026

3456* SALVO (Leonforte 1947–2015 Turin) Ohne Titel. 2001. Öl auf Hartfaserplatte. Verso signiert und bezeichnet: Salvo H. 49,5 × 60 cm. Gutachten: Archivio Salvo, Turin (Nr. S2001-48). Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Auktion Koller, Zürich, 22.6.2023, Los 3434. - Sammlung Grossbritannien, an obiger Auktion erworben. - Mucciaccia Gallery, London. - Privatsammlung Italien, in obiger Galerie erworben. - Privatsammlung Spanien, 2026 von vorherigem Besitzer erworben. Ausstellung: Chiari 2002, Salvo. I luoghi della preghiera e della memoria, Galleria d‘arte L‘Incontro, 12.–23.1.2002. Ende der 1980er- und in den 1990er-Jahren bereist Salvo unter anderem die Türkei, den Oman, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Tibet, Nepal und Äthiopien. Die Ein- drücke dieser Reisen spiegeln sich in mehreren seiner Gemäldeserien wider. Auch das vorliegende, 2001 entstandene Werk scheint eine solche Reiseerfahrung aufzugreifen. Die blau- und türkisfarbenen Dächer bilden markante Kontraste zu den warmen, sanf- ten Farbtönen des Himmels und verleihen der Szenerie eine unwirkliche Leuchtkraft. Die Architektur erinnert an eine Stadt im arabischen Kulturraum, ohne dass sich der darge- stellte Ort eindeutig lokalisieren lässt. Aus dem Zusammenspiel kühler Türkistöne und warmer Himmelsfarben entsteht eine spannungsreiche, zugleich harmonische Gesamt- wirkung. Über den Dächern und Kuppeln scheint die Zeit stillzustehen. Salvo überführt damit die Erinnerung an einen konkreten Ort in ein poetisches Bild, das zwischen geo- grafischer Verortung und imaginärer Ferne oszilliert. Die menschenleere Szenerie ent- faltet eine stille Atmosphäre, die den Betrachtenden Raum für eigene Assoziationen lässt und dazu einlädt, in eine entrückte, traumartig anmutende Welt einzutauchen. CHF 50 000/80 000 (€ 53 760/86 020) 76

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