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19 Vorschau auf die Auktion Armband- und Taschenuhren vom 30. Juni 2021 1 E xtrem seltene Rolex Daytona, Gelbgold mit Paul-Newman-Zifferblatt. ca. 1968. Schätzung: CHF 150 000/250 000 2 P atek Philippe, sehr seltener Ewiger Kalender, Gelb- gold, limitierte Serie von 25 Stück für Beyer Chrono- metrie. Schätzung: CHF 50 000/90 000 3 R olex, aussergewöhnlich seltene Daytona Ref. 6263, Gelbgold. 1987. Schätzung 70 000/120 000 4 H enry Capt, Grand Complication, Gelbgold, Ewiger Kalender, Minutenrepetition und Chronograph mit Rattrapant. Schätzung: CHF 15 000/25 000 5 V eigneur, grosse Goldemailuhr, Repetition mit Automat, ca. 1780. Schätzung: CHF 15 000/25 000 2 3 Wenn wir heute das Smartphone in der Handtasche oder im Hosensack bei uns tragen, schliessen wir un- bewusst an die Anfänge der mobilen Zeitmesser an. Taschenuhren als Chronometer sind längst aus der Mode gekommen, als Sammelobjekte stehen sie da- gegen weiterhin hoch im Kurs – dabei vor allem die technisch raffinierten und ästhetisch hochwertigen Objekte aus der Frühzeit ihrer Produktion in namhaf- tenManufakturen, darunter auch jenen in der Schweiz. Die wegweisende Erfindung für die «Mobilmachung» der Uhr, war der Einsatz von Stahlfedern zum Antrieb der Werke. Waren zuvor noch Gewichte nötig, umeine gleichmässige Kraft auf die Zahnräder im Inneren der Uhren auszuüben und diese in Bewegung zu halten, miniaturisierten die Federantriebe den ganzen Appa- rat. Um das Jahr 1500 fanden die neuartigen Mecha- nismen in Dosenuhren Verwendung, die vorerst nur mit einem Stundenzeiger ausgestattet waren. Diese Exemplare waren zwar schon sehr viel kleiner als ihre Vorgänger, aber noch nicht wirklich dazu geeignet, be- quem in der Westen- oder Hosentasche, geschweige denn am Armband mitgeführt zu werden. Im 18. Jahrhundert war das Uhrenmanufakturwesen so weit vorangeschritten, dass nun tatsächlich Ta- schenuhren angefertigt werden konnten. Und dank verbesserter Uhrwerke mit genaueren Hemmungen gab es neu auch für einenMinutenzeiger Verwendung. Diese mit eigenen Schlüsseln aufzuziehenden und einzustellenden Manufakturuhren galten aufgrund ihrer hohen Anschaffungspreise aber auch wegen der technischen Finesse ihrer Komplikationen als Status- symbole der Wohlhabenden. Um 1900 erlebte die 4 5 3 Die Zeit in der Tasche industrielle Produktion von Taschenuhren ihren Hö- hepunkt und schon nach dem Ersten Weltkrieg galten am Arm getragene Uhren als das neue Nonplusultra. Durch Computer, Mobiltelefone und Smartwatches ist die aktuelle Uhrzeit im heutigen Alltag omnipräsent.
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