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8 William Hamilton Hamiltons berühmtes dreibändiges Ansichtenwerk ver- sammelt prachtvolle Veduten der Gegend um Neapel, die während der Ausbrüche des Vesuvs vom 8. Juli bis 29. Oktober 1767 entstanden. Seine Publikation ist ein Meilenstein in der Erforschung vulkanischer Aktivität, die ihren Erfolg nicht zuletzt einem europäischen Netzwerk von Gelehrten verdankt, mit denen der Forscher seine Funde und Beobachtungen teilte und diskutierte. Die Tafeln in Umrissradierung wirken wie Gemälde, ihr ausserordentlich sorgfältig ausgeführtes, leuchtendes Kolorit hat sich bis heute erhalten. Campi Phlegraei. Observations on the Volcanos of the Two Sicilies . 3 Bände, Neapel 1776–1779. Schätzung: CHF 50 000/70 000 FÜR WEITERE INFORMATIONEN DECORATIVE ARTS Stephan Koller skoller@kollerauktionen.ch ALTE GRAFIK & ZEICHNUNGEN Franz-Carl Diegelmann diegelmann@kollerauktionen.ch BÜCHER & AUTOGRAPHEN Dr. Andreas Terwey terwey@kollerauktionen.ch ONLINE-KATALOGE www.kollerauktionen.ch Bertel Thorvaldsen Die klassizistische Darstellung dieses leicht überlebensgrossen Adonis orientiert sich an antiken Götterbildnissen. Die Skulptur stammt offenbar aus demUmfeld des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen, der in den Jahren um 1800 in Rom nahe der Piazza Barberini ein Atelier unterhielt. Der hier dargestellte Adonis gilt in der griechischen Mythologie als Inbegriffmännlicher Schönheit. Der Baumstrunk und der erlegte Hase verweisen auf Adonis’ Geburt und seinen frühen Tod. Die Skulptur erinnert stark an Adonis-Figuren von Thorvaldsen, ist jedoch in der Ausführung maskuliner und athletischer. Die Darstellung des Adonis mit Feigenblatt ist bei Thorvaldsen durch eine Zeichnung überliefert. Verschieden zu Thorvaldsens Adonis-Darstellungen ist die Haltung des Kopfes, der bei der vorliegen- den Statue nach rechts geneigt ist, sowie der Verwendung von grauem statt weissem Stein. Die Vermutung liegt nahe, dass die Arbeit durch einen Künstler geschaffen wurde, der mit den Werken Thorvaldsens vertraut und wo- möglich auch in dessen Atelier tätig war. Marmorfigur des Adonis, Rom um 1810. H 210 cm. Schätzung: CHF 125 000/180 000 Giovanni Domenico Tiepolo Die Anregung für diese Zeichnung von Giovanni Domenico Tiepolo kam wohl vom 1759 vollendeten Altargemälde «Die hl. Thekla befreit die Stadt von der Pest» seines Vaters Giovanni Battista Tiepolo in der Chiesa delle Grazie in Este. Das Blatt ist Teil einer Folge zahlreicher Variationen des Gottvater-Motivs des Tiepolo-Sohnes, von denen sich weitere Beispiele in bedeutenden Sammlungen wie dem Museo Correr in Venedig oder der Albertina in Wien befinden. Gottvater auf Wolken, von Engeln getragen. Feder und Pinsel in Braun, schwarze Kreide. 24,1 × 16,5 cm. Schätzung: CHF 8 000/12 000
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