KOLLER VIEW 3/24
1 Félix Vallotton. Torse à l’étoffe jaune. 1913. Öl auf Leinwand. 81 × 65,5 cm. Auktionsergebnis: CHF 225 000 2 Cuno Amiet. Bildnis Ferdinand Hodler vor seinemMarignano-Bild. 1898. (1. Fassung). Tempera und Öl auf Leinwand. 76 × 52,5 cm. Auktionsergebnis: CHF 1,35 Mio. 3 Ferdinand Hodler. Genfersee mit Jura. Um 1911. Öl auf Leinwand. 45 × 71 cm. Auktionsergebnis: CHF 5,1 Mio. 4 Louis Soutter. Allons à l‘aventure. 1937–42. Mischtechnik auf Papier (Fingermalerei). 58 × 44 cm. Auktionsergebnis: CHF 285 000 Gleich mehrere kunsthistorisch bedeutende Gemälde unsere Juni-Auktionen Schweizer Kunst sorgten für heftige Bietgefechte. Cuno Amiets Porträt von Ferdi- nand Hodler war eine Auftragsarbeit des Schweizer Kunstsammlers Oscar Miller (Abb. 2). Dieses Meis- terwerk, von dem sich eine zweite Version im Kunst- museum Solothurn befindet, wurde schliesslich von einem Sammler aus der Westschweiz für 1,35 Millionen Franken ersteigert, was dem Funffachen der unteren Schätzung entspricht. Auch eine Ansicht des Genfer- sees von Ferdinand Hodler wird künftig eine Schweizer Privatsammlung schmücken (Abb. 3). Das Ölgemälde wechselte für 5,1 Millionen Franken den Besitzer und war mit diesem hohen Zuschlag das Spitzenlos der Auktionswoche. Félix Vallottons rätselhaftes Bildnis einer jungen Frau in gelbem Kleid erzielte mit 225 000 Franken ebenfalls ein Ergebnis deutlich über der Taxie- rung (Abb. 1). Das Werk von Louis Soutter, das sich in einem eigenen Kosmos von Gesten und Zeichen ent- faltet, findet seit Jahren zuverlässig ein Publikum an Ausstellungen und Interesse auf dem Kunstmarkt. Sein Jetzt einliefern: Schweizer Kunst Figurenbild «Allons à l�Aventure» ging für taxgerechte 285 000 Franken in neue Hände (Abb. 4). In der Auktion Impressionismus und Moderne Kunst waren Werke von Künstlerinnen des frühen 20. Jahr- hunderts besonders gefragt. Die 475 000 Franken, die am Ende für eine Herbstlandschaft mit Reitern von Marianne von Werefkin geboten wurden, markieren einen neuen Auktionsweltrekord für Werke der Expres- sionistin. Gabriele Munters «Haus am See mit blauen Bergen» aus den Jahren 1933–35, erreichte die Marke von einer Viertelmillion Franken und lag damit ebenfalls über seiner Schätzung (Abb. 5). Monumentale Werke von Manolo Valdés und Katharina Grosse standen im Mittelpunkt der Auktion PostWar & Contemporary vom 20. Juni; hier standen am Ende Zu- schläge von 350 000 und 225 000 Franken zu Buche (Abb. 7). Die farbig gefasste Skulptur eines eislaufenden Paares von Niki de Saint Phalle vervierfachte ihre untere Schätzung und wurde für 107 000 Franken vermittelt. 1, 2, 3, 4 03 re view. 16
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