Koller Waffen und Rüstungen Sammlung Dr. Marolf Sigrist, Luzern AUKTION Donnerstag, 24. September 2020, 17.00 Uhr

1425 STURMHAUBE Italienisch, "Borgognotta aguzza", letztes Drittel 16. Jh. Brescia?. Eisen blank. Zugespitzte, einteilige Helmglocke mit Mittelgrat, Grat mündet in eine kleine Spitze. Die Glocke mündet in den spitz endenden Augen- und Nackenschirm, beide sowie die Wangen- klappen mit versenkt getriebenen Randleisten. An der Glocken- basis vernietete Messingrosetten, auf den Wangenklappen jeweils fünf Punktdurchbrechungen. Augen- und Nackenschirm sowie Wangenklappen mit gerillten Borten. H 27,8 cm. Z: 2. Provenienz: - Slg. Cav. Luigi Marzoli (1883-1965), Palazzolo sull'Oglio. - Slg. M. Sigrist, Luzern. Vgl. Boccia/Godoy, Mueso Poldi Pezzoli, Armeria I, 1985, S.215, 217/220, Abb. 90-94, 96-116. CHF 1 800 / 2 200 (€ 1 670 / 2 040) 1426 KRIEGSGERTEL Schweizerisch, 2. Viertel 17. Jh., Luzern, 3. Modell. Sog. "Schwendtgertel". Hochrechteckiges Blatt in der Art einer vollen Rückenklinge, endet imOrt in einer kleinen Spitze und einem bogenförmigen Haken- fortsatz, Marken: in einem oben gezackten viereckigen Schild ein T-förmiges Zeichen zwischen zwei kleinen Kugeln, dazu „L“ für Luzern. Kurze gerundetee Tülle. Originaler geschwärzteer Rund- schaft, geschlagenes Besitzerzeichen „LUZERN“ (Zeughausslg. Luzern). L 162 cm. Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Ausserordentlich seltene Luzerner Waffe. E.A.Gessler, J.Meyer-Schnyder, Katalog der Historischen Sammlungen im Rathause in Luzern (1912), S. 46, Nrn. 207-214. CHF 900 / 1 000 (€ 830 / 930) 1427 LUZERNERHAMMER Schweizerisch, 1. Drittel 17. Jh. Vierkantspitze mit breiterer Basis, einfache Ziergravur. Der aufgesetzte Hammerteil besteht aus vier divergierenden langen Vierkantspitzen und endet rückwärtig in einem leicht gebogenen langen Vierkantschnabel. In Zentrum des Ham- merteils beidseitig auch der Fixation dienende vierkantige Parierdornen. Zwei Schaftfedern und Bänder. Schaft erg. L 233 cm Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Der Begriff „Luzernerhammer“ wurde vom Lu- zerner Kunst- und Waffensammler J.Meyer-Biel- mann um 1860 kreiert und von A. Demmin in seinem „Guide des Amateurs d’Armes …“ 1869 erstmals publiziert. In den Luzerner Inventaren erscheint der „Luzernerhammer“ seit dem Ende des 16. Jh. als „Mordaxt“. Er wurden bis zum Ende des 17. Jahrhunderts produziert und bis ins 18. Jh. verwendet. CHF 1 600 / 2 400 (€ 1 480 / 2 220) | 208 Decorative Arts | Waffen und Rüstungen, Sammlung Sigrist

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