Koller Waffen und Rüstungen Sammlung Dr. Marolf Sigrist, Luzern AUKTION Donnerstag, 24. September 2020, 17.00 Uhr
1428 HALBARTE Schweizerisch, 2. Hälfte 17. Jh. Sog. "Sempacherhalbarte". Massive, flächige Spitze, Mittelgrat, gegen den Ort vierkantig verstärkt, hochgestelltes trapezförmiges Blatt mit leicht konvexer Schneide und kreuzförmigemDurchbruch, flacher Schnabelha- ken, Marke: Doppellilie in Kartusche mit gerundeten Ecken (Lam- precht Koller). Zwei lange Schaftfedern, Zwinge. Achtkantschaft, Abschluss mit Zwinge und Stelldorn. L 205 cm. Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Der Huf- und Waffenschmied Lamprecht Koller, Würenlos, belieferte 1663 bis 1685 das Zeughaus Zürich mit über 1100 derartigen Sempacherhalbarten, vgl. Jürg A.Meier, Sempacher Halbarten, die schweizerische Halbartenrenaissance im 17. Jh, in: Blankwaffen, 1982, S. 223-250. CHF 2 200 / 3 600 (€ 2 040 / 3 330) 1429 HALBARTE dirttes Viertel 17. Jh. Sog. "Sempacherhalbarte", älteste bernische Version. Spitze in der Art einer Rückenklinge, imOrt vierkantig verstärkt, hohes schmales Blatt mit leicht schräg gestellter Schneide, Blattober- und Unterkante gewellt. Rückwärtiger Dorn über einer langen oben gewellten schmalen Basis. Zwei Schaftfedern. Acht- kantschaft. L 214,5 cm. Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Erstes Modell der nach der Niederlage von 1656 bei Villmergen vom Berner Kriegsrat in Auftrag gegebenen „Sempacherhalbar- ten“, vgl. Jürg A.Meier, Halbarte oder Bajonett?- Zur Vorgeschich- te des bernischen Sieges in der 2.Schlacht bei Villmergen, in: Waffen-und Kostümkunde, 2005, Heft 1, S.44-45, Abb.1. Wegeli, Stangenwaffen, Hist.Museum Bern, 1939, S.50-57, Nrn.1372- 1407, Tafel VII, Halbarte ins 15. Jh. datiert. CHF 2 100 / 3 400 (€ 1 940 / 3 150) 1430 HALBARTE Schweizerisch, 2. Hälfte 17. Wachtmeister oder Offizier, Luzern. Die klingenförmige Spitze von rhombischemQuerschnitt mündet in einen balusterförmigen Steg. Der aufgesetzte Teil mit halb- mondförmigen Blatt und konvexer Schneide, endet rückwärtig in einem langen leicht gebogenen Vierkantschnabel. Das Halbarten- blatt weist symmetrisch angeordnete Durchbrüche auf. ImZent- rum des aufgesetzten Teils beidseitig auch der Fixation dienende Parierdornen. Spitze und Blatt mit einfachen Ziergravuren. Zwei Schaftfedern, zwei Schaftbänder. Achtkantschaft. L 229 cm. Provenienz: Slg. M.Sigrist, Luzern. Seltene Variante des Luzernerhammers, vgl. Auktion Fischer-Lu- zern, 22./24.10.1998, Nr.45 ähnlich. CHF 1 000 / 1 400 (€ 930 / 1 300) 1428 1429 1430
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