Koller Waffen und Rüstungen Sammlung Dr. Marolf Sigrist, Luzern AUKTION Donnerstag, 24. September 2020, 17.00 Uhr
1434 HALBARTE Schweizerisch, letztes Drittel 17. Jh. Sog. "Sempacherhalbarte", bernisch-neuenburgische Version. Klingenförmige Spitze, rhombischer Querschnitt, gegen den Ort vierkantig verstärkt, hohes schmales rechteckiges Blatt mit konvexer Schneide, Blattober- und Unterkante bogenförmig. Flacher Schna- belhaken, Marke : „IP“ in Schild. Zwei lange Schaftfedern. Vierkant- schaft. L 210,5 cm. Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Die Marke wird Jean Jaques Perrelet, erwähnt 1660 in Le Locle Kt. Neuenburg, zugeschrieben. Vgl. Schneider, Schweizer Waffen- schmiede, 1976, S. 210. Wegeli, Stangenwaffen, Hist. Museum Bern, 1939, S.50/57, Nrn. 1372/1405, Halbarte ins 15.Jh. datiert. CHF 1 600 / 2 400 (€ 1 480 / 2 220) 1436 HALBARTE Schweizerisch, letztes Drittel 17. Jh., sog. "Sempacherhalbarte", bernische Version. Klingenförmige Spitze, rhombischer Querschnitt restauriert, zwei Marken: 1. Kreis durch acht Linien aufgeteilt, 2. kleinere trapezför- mige Marke. Zugespitztes Blatt mit stark konvexer Schneide, alte Bruchstellen. Zwei restautierte Schaftfedern, Parierdornen fehlen. Gekanteter Rundschaft ergänzt. L 196,5 cm. Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Seltene Variante der bernischen Sempacherhalbarte, vgl. Wegeli, Stangenwaffen, Hist. Museum Bern, 1939, S. 71, Nrn.1465-1467, Tafel IX. Halbarte ins 15.Jh. datiert. CHF 400 / 600 (€ 370 / 560) 1437 HALBARTE Schweizerisch, letztes Viertel 17. Jh. Solothurn, sog. "Sempacherhal- barte". Massive, flächige Spitze, Mittelgrat, gegen den Ort vierkantig ver- stärkt, hochgestelltes Blatt, Blattober- und Unterkante bogenförmig eingeschnitten, Schneide konvex, teilweise defekt und ausgebro- chen, Solothurnerwappen mittels zwei Punzen eingeschlagen. Zwei- teiliger, flacher Schnabelhaken mit gebogenen Spitzen. Zwei lange Schaftfedern. Achtkantschaft alt ergänzt. L 216,5 cm. Provenienz: Slg. M. Sigrist, Luzern. Ausserordentlich seltene Variante der nach 1656 in der Schweiz hergestellten und von Bern und Zürich beschafften „Sempacherhal- barten“, vgl. Wegeli, Stangenwaffen, Hist.Museum Bern, 1939, S. 72, Nr. 1469, in den Anfang des 16. Jh. datiert. Beglinger/Leutenegger, Stangenwaffne, Altes Zeughaus Solothurn, 2004, S. 26, Nr. 43. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 390 / 1 850) | 211
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