Bücher Mittwoch, 20. März 2024, 14.00 Uhr

| 106 Bücher | Autographen 549 Furtwängler, Wilhelm, Dirigent und Komponist (1886-1954). Maschinenschriftliche „Ak- ten-Notiz“ mit Unterschrift. 27.7.1940. 4°. 1 S. Furtwänglers Stellungnahme zu demVorschlag, den letzten Satz von Beethovens 9. Sinfonie bei der Kulturtagung des Parteitages der NSDAP aufzuführen: „Die IX. ist keine Kampfes- und Sieges-Sinfonie, sondern eine Mensch- heits-Sinfonie mit religiösemHintergrund. Die Worte Schillers passen für den Anlass der Sie- ges- und Friedens-Feier meiner Meinung nach nicht. Wogegen etwa das Finale der V. Sinfonie in reiner Musik die Sieges-Feier unendlich viel präziser und eindringlicher ausdrückt.“ Er hält den Plan insgesamt für „rein künstlerisch nicht zu verantworten“. CHF 300 / 500 (€ 320 / 530) 550 Gershwin, George, Komponist (1898-1937). Eigenh. Signatur, in: George Gershwin’s Song- Book. Mit photogr. Portrait-Frontispiz von Mau- rice Goldberg und 18 ganz- bzw. doppelseitigen, farbigen Illustrationen von Constantin Alajálov. New York, RandomHouse, 1932. Gr.-4° (33 × 25 cm). XI, 167 S., [1] Bl. Original-Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel (Rücken unter Verwendung des stark beriebenen Originals erneuert, Ecken bestossen). Eines von 300 numerierten Exemplaren, im Druckvermerk von Gershwin und Alajálov sig- niert. - Papierbedingt leicht gebräunt. CHF 1 400 / 2 000 (€ 1 470 / 2 110) 551 Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832). Brief von Schreiberhand mit eigenh. 6zeiligen Gruss und Unterschrift „G“. [Weimar, 15. Juli 1818]. 4°. 2 1/2 S. auf Doppelblatt (etwas ge- bräunt und stockfleckig, kl. Eckabriss). An den Jenaer Bibliothekar Christian Ernst Friedrich Weller (1789-1854): „Sie haben mir, mein verehrtester Herr Doctor, durch Ihre Sen- dung viel Freude gemacht. Die Sorgfalt mit der Sie und Herr Professor Lavés zu Werke gegan- gen, ist musterhaft, so wie die letzte Abschrift. Für alles dieses bekenne ich mich als Schuldner. Daß Sie die Sendung nach Mayland mir fix und fertig in die Hand geliefert, dafür weiß ich Ihnen besonderen Dank. Sie kam zur glücklichen Zeit, denn so eben ist Herr Mylius dort ansässig und ein genauer Freund von Cattaneo hier ange- kommen, der die Spedition übernimmt. [...] Nachstehendes Buch wünschte bei Mauken bestellt sobald als möglich zu erhalten; ich setze voraus, daß mir der Rabatt gleichfalls zu Theil wird. Geschichte der schönen Redekünste Persiens von Joseph von Hammer. Wien 1818 in 4°. [...]. Von Goethe eigenh. hinzugefügt: „Noch füge die besten Empfehlungen hinzu. Sonn- tags erscheine um einige Tage zu verweilen. Mit Vergnügen werde ich die Fortschritte der äußern und innern Bibliothek betrachten. Mit den besten Wünschen G.“ Provenienz: Auktion Stargardt 549, 1960. - Schweizer Privatbesitz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 110 / 3 160) 552 Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter (1749- 1832). Am acht und zwanzigsten August 1826. Einblattdruck. Mit eigenh. Ortsangabe und Un- terschrift „Goethe“ (lateinische Schrift). Weimar, undatiert. Gr.-8°. Mit typographischer Bordüre. Gerahmt (30,5 × 23,5 cm). Das Dankgedicht zur Feier seines 77. Geburts- tages: „Des Menschen Tage sind verflochten, / Die schönsten Güter angefochten ...“. - Am Kopf die vielleicht ebenfalls eigenh. Widmung „Frau Ostm. [Oberstallmeisterin] von Stein“. Goethe sandte dieses Blatt am 29. August 1826 zusammen mit einem in der Klassik Stiftung Weimar erhaltenen Brief an die alte Freundin. Er vermerkt darin, dass das Gedicht „eigentlich schliessen“ sollte: „Neigung aber und Liebe un- mittelbar nachbarlich angeschlossen ...“ (WA-Nr. 41109, Sig: 29/492, „ohne Beilage“; Photogra- phie der damaligen Forschungs- und Gedenk- stätten Weimar sowie Transkription aus dem Jahr 1970 liegen bei). - Gebräunt, obere Ecken mit winzigen Läsuren. - Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 110 / 3 160) 550

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