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| 107 553 GOETHE-KREIS - Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar (1739-1807). Eigenh. Brief mit Unterschrift „Amelée“. Weimar, 9. Mai 1799. 4°. 1 S. auf Doppelblatt. „Die Zueignungs-Schrift, mit welcher ich die Ausgabe Ihrer dramatischen Werke zu empfangen das Vergnügen gehabt habe, ist so verbündlich abgefasst; dass ich Ihre Güte darin nicht verkennen kann. Ich erwiedere dieses mir sehr schätzbare Geschenk mit demwahres- ten Danck, und theile dass Gefühl mit allen Freunden unserer vaterländischen Schaubühne, umwelche Sie sich auf eine so entschiedene Weise verdient machen [...]. - 1799 erschien Band 5 von Ifflands „Dramatischen Werken“ (16 Bände, 1798-1802 bei Göschen). Möglicherwei- se ist der Brief an ihn gerichtet, der 1796-98 in Weimar gastierte, was Goethe zumUmbau des Hoftheaters veranlasste. CHF 300 / 500 (€ 320 / 530) 554 - Eckermann, Johann Peter, Schriftsteller und enger Mitarbeiter Goethes (1792-1854). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Linden (Hanno- ver), 3. Mai 1845. Gross-4°. 3 S. (Etwas gebräunt, kurzer Einriss imMittelfalz). Aus der Zeit in in seiner niedersächsischen Hei- mat, wohin sich Eckermann 1844-46 wegen der zu geringen Besoldung als weimarischer Hofbi- bliothekar zurückgezogen hatte, der „Hafen [...], worin ich das böse Wetter eines widerwärtigen Geschickes abwarte“. - Langer Antwortbrief an einen Freund in Weimar: „Die Nachrichten über das Wohlergehen der Grossherzoglichen Familie und das Gedeihen des kräftigen kleinen Prinzen und dass die Frau Herzogin glücklich in seiner Pflege ist, waren mir besonders erfreulich [...] Unser Preller hat wieder ein ganz wunder- volles Bild gemacht, eine Küste von Norwegen. Sein Schüler Hummel ist als ausgezeichneter Künstler vor einigen Monaten aus Italien zurück- gekehrt und hat bereits schöne Proben seines Talents abgelegt“. - 1849, an Goethes 100. Geburtstag, erhielt die Anna-Amalia-Bibliothek durch Coudray einen Anbau imNorden und damit ihre heutige Dimension: „Die Nachricht über den raschen Bibliotheksbau war mir sehr interessant. Hat denn der Baumeister nicht vor allen Dingen der Oberaufsicht vor allemAnfang des Baues den Riss zur Genehmigung vorlegen müssen? - Wenn diess geschehen, so begreife ich kaum die Möglichkeit einer hinterherigen abweichenden Ansicht [...] Sollte sich der Ankauf des Goetheschen Hauses noch wirklich realisiren, so geben Sie mir darüber wohl einige Nachricht.“ - Provenienz: Auktion Stargardt Novemver 1962 - Privatbesitz Schweiz. CHF 600 / 900 (€ 630 / 950) 555 - Herder, Caroline, Ehefrau Johann Gottfrieds von Herder (1750-1809). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Weimar, 3. Juli 1802. 8°. 1 S. auf Doppelblatt. An einen Legationsrat. „Herr C. W. Gerning hat mir aufgetragen Ihnen beikommende be- wusste Quittung zu übersenden - Sie würden alsdann die Güte haben, die 5 Carlins an mich zu übermachen zu weiterer Beförderung“. - Die Quittung nicht erhalten, geringfügige Knitter- spuren. - Provenienz: Sammlung Geigy-Hagen- bach - Auktion Stargardt Mai 1961. CHF 200 / 300 (€ 210 / 320) 556 - Luise von Sachsen-Weimar und Eisenach, Gattin des Grossherzogs Carl August (1757- 1830). Eigenh. Brief mit Paraphe „L: GhzS:“. Weimar, 10. Februar 1816. 8°. 2 S. auf Doppelb- latt (gebräunt). Dankt verbindlichst für „gütiges Andencken, am 30. Januar“. „Von Ihrer Theilnahme an unse- rem schmerzlichen Verlust, war ich im voraus überzeugt. So traurig der Fall ist, so war er uns doch nicht unerwartet, da wir die letzte Zeit ganz darauf vorbereitet waren. Wenn unsere Tochter, im letzten Sommer, wieder nach Teplitz statt nach Dobbertin gesendet worden, so wäre es vielleicht besser gewesen; denn es scheint doch als wenn die vielen Ärzte, die sich um die Erkranckte bemühten, ihr Übel nicht ganz richtig beurtheilt haben. Ich bedaure CHF 250 / 400 (€ 260 / 420) 551 552

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