Bücher Mittwoch, 20. März 2024, 14.00 Uhr
| 108 Bücher | Autographen 557 Gotthelf, Jeremias (d. i. Albert Bitzius), Schrift- steller und Pfarrer (1797-1854). Eigenh. Brief mit Unterschrift „Alb. Bitzius“. Lützelflüh, 15. November 1834. 4°. 1 Seite. Adresse verso (Faltspuren). An den „Hochgeehrten Herrn Herrn Gericht- spräsidenten [Isaak] Wißler zu Trachselwald“: „[...] Da dieser Einkauf sich, wie es scheint, nicht gütlich ausgleichen wird, so nehme ich die Frei- heit, Ihnen denselben zur gesetzlichen Verfü- gung zu übermachen. Mit aller Hochschätzung! Der Pfarrer [...]“ - Selten. - Beiliegend ein kleines gerahmtes Portrait nach einer Zeichnung von Rudolf Leemann. CHF 1 000 / 1 500 (€ 1 050 / 1 580) 558 Hirohito, 124. Tennō des Japanischen Kai - serreichs (1901-1989) und Kaiserin Nagako (1903-2000). Zwei signierte Portrait-Photos des Kaisers und seiner Gemahlin Nagako. [1975]. Jeweils 27 × 20 cm. Blaue Original-Le- derrahmen, jeweils mit Goldfileten und goldgepr. Chrysanthemenwappen imOberrand. Die Aufnahmen, die als offizielles Geschenk für hochrangige Politiker dienten, wurden 1975 geschossen, bevor das Paar zwischen dem 30. September und 14. Oktober eine Amerikareise unternahm. Sie führte von Washington über New York, Chicago, Los Angeles, San Diego, San Francisco bis nach Honolulu. - Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 160 / 5 260) 559 Hodler, Ferdinand, Maler (1853-1918). Zwei eigenh. Briefe mit Unterschrift und 1 Tele- gramm an Alphonse Maeder. Genf, 1915-1916. 8°. Zusammen 9 beschr. S. (gelocht, minimer Buchstabenverlust). Ein Brief in deutscher und einer in französischer Sprache. Der erste Brief (und das gleichdatierte Telegramm) vom 9. November 1915 mit Dank für die Zusendung von Maeders Buch über Hodler: „Sie haben mir mit IhremWerk eine grosse Freude gemacht; empfangen Sie meinen herzlichsten Dank dafür.“ Maeders Studie über „Ferdinand Hodler. Eine Skizze seiner seelischen Entwicklung und Bedeutung für die schwei- zerisch-nationale Kultur“ erschien mit der Jahresangabe 1916 bei Raschl in Zürich. CHF 300 / 500 (€ 320 / 530) 560 Jung, Carl Gustav, Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie (1875-1961). Samm- lung von 26 eigenh. und 3 maschinenschr. Brie- fen sowie einer Postkarte an Alphonse Maeder. Ferner 9 Blatt mit Briefkonzepten Maeders an Jung sowie Durchschläge von 2 maschinenschr. Briefen Maeders an denselben. 1911-1918. Bedeutendes Konvolut aus der Formierungs- phase der Zürcher Schule der Psychoanalyse. Den ersten Brief schreibt Jung aus der Kaserne in St. Gallen am 28.10.1911. Er entschuldigt sich für seine verspätete Antwort, „da ich zu einer sehr strengen Gebirgsübung abcommandiert war.“ Der weitere Verlauf der folgenden Briefe zeichnet den Bruch mit Freud und der Wiener Schule nach: „Der Brief von Freud ist typisch in jeder Hinsicht. Mir hat er die Freundschaft und die persönliche Beziehung gänzlich gekündigt“ (14.1.13). „Deuticke ist auf unserer Seite und will Freud vor die Thüre setzen, um das Jahrbuch mit Bleuler und mir weiterzuführen.“ (PK mit Poststempel 7.11.13). Am 11.11. hatte sich die Lage bereits wieder geändert: „Brief von Deuticke bekommen, worin er seine Gesinnung plötzlich ändert. Freud hat ihm eine neue Re- daction angeboten. D. versprach mir, die Arbei- ten der Zürcher Schule separat zu publicieren, resp. er frug mich an, ob ich ein specielles Organ der Z‘cher Schule bei ihm unterbringen wolle.“ [...] Wenn Freud so wohl ist mit dem Jahrbuch, wie mir ohne dasselbe, dann muss er jetzt eine schöne Zeit haben.“ - Der nächste fachliche Austausch beginnt 1915: „Ihr Vorschlag der Andersbenennung der Typen soll acceptiert werden. Ich schlage vor, sie Einfühlungs- und Abstractionstypus zu nennen“ (4.12.15). - Jeweils gelocht, teils mit kl. Lagerspuren, insge- samt von guter Erhaltung. CHF 20 000 / 30 000 (€ 21 050 / 31 580) 558 559
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