GEMÄLDE ALTER MEISTER 20. SEPTEMBER 2024
an unbekanntem Standort verkörpert, repräsentiert eine ähnliche Stilstufe wie eine Katharina von Alexandrien imMusée des Beaux Arts in Caen, welche Teil eines um 1418 datierbaren Altarwerks war (siehe Ausst.-Kat. Taddeo di Bartolo, hrsg. von Gail E. Solberg, Cinisello Balsamo 2020, S. 256, Kat.-Nr. 41). Dieser Datierungsvorschlag bekräftigt sich durch einen weiteren Vergleich, nämlich den der dritten Tafel unserer Giebelserie mit der Heiligen Giulitta, deren nach links geneigtes, vergleichsweise härter modelliertes Gesicht sich mit dem Antlitz des Stephanus im grossen, 1418 gemalten, Altarwerks von Gubbio vergleichen lässt (Fogg Art Museum, Inv.-Nr. 1965.2, Tempera und Goldgrund auf Holz, 175,5 × 88,7 cm). Die beiden Tafeln sowie die Giulitta in unbekanntem Besitz sind bedeutende Zeugnisse eines grossen Altawerks, das Taddeo di Bartolo am Ende seiner Karriere geschaffen hatte und zeigen, dass Taddeos Schaffenskraft und der künstlerische Output sei- ner Malerwerkstatt, der nunmehr auch sein Adoptivsohn Gre- gorio di Cecco (um 1390–um 1424) angehörte, auch am Ende seiner Tage ungebrochen war. CHF 20 000/30 000 (€ 21 050/31 580) 13
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