GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 28. MÄRZ 2025

Biedermeier, Romantik und Pleinair-Naturalismus Gemälde des 19. Jahrhunderts aus einer Privatsammlung Die Malerei im Süddeutschland des 19. Jahrhunderts wurde massgeblich durch Künstler geprägt, die in der Residenz- und Kulturstadt München verkehrten. Ausschlaggebend dafür waren neben der dortigen Kunstakademie auch die zahlreichen internationalen Kunstausstellungen, die der in München ansässigen Künstlerszene einen Blick auf neue Kunstströmungen aus dem Ausland eröffneten. In der hier zur Auktion kommenden Sammlung, die mit grossem Kunstverstand und Enthusiasmus zusammengetragen wurde, begegnen uns einige der namhaftesten Persönlichkeiten der süddeutschen Malerei des 19. Jahrhunderts - Künstler, die auch in München und im Umland der Stadt tätig waren. So finden wir ein beeindruckendes Angebot an Werken von Carl Spitzweg, dem wohl bekanntesten Meister der Biedermeierzeit. Die schöne Auswahl an Gemälden Spitzwegs, die wir auf den folgenden Seiten präsentieren dürfen, zeigt einen Querschnitt durch das facettenreiche Gesamtwerk des Münchner Autodidakten: eine nächtliche Patrouille durch eine altdeutsche Stadt, exzentrische Sonderlinge beim Spaziergang durch ein Kornfeld oder eine vom Idyll der Natur umgebene junge Sennerin, es tauchen viele Motive auf, die Spitzweg besonders gerne in seinen Gemälden behandelte. Einen zweiten Schwerpunkt der Sammlung bildet die Tiermalerei, die eine wichtige Rolle bei der Etablierung der Freiluftmalerei in Deutschland spielte. Wir begegnen Bildern des berühmten Entenmalers Alexander Koester ebenso wie Werken von Heinrich von Zügel, der Ende des Jahrhunderts die Münchner Secession mitbegründete und einen wichtigen Beitrag zur Etablierung der impressionistischen Malerei in Deutschland leistete. Vervollständigt wird die Sammlung durch zahlreiche weitere Maler, die im Umkreis der Münchner Meister anzusiedeln sind. Die präzise gemalten Entenküken eines Carl Jutz reihen sich in die angebotenen Tierbilder von Koester und Zügel ein und die Werke von Willy Moralt führen uns die Popularität der Bildsprache Spitzwegs vor Augen. 128

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