DECORATIVE ARTS 27. MÄRZ 2025
1015 KLEINER POLYKANDELON Wohl Byzantinisch, ca. 6.–8. Jh. n. Chr. Bronzelegierung. Durchbrochene Scheibe mit zentralem Sechseck, strahelnförmig abwechselnd angeordnete run- de und herzförmige Öffnungen für Glaslampen (fehlen). Aufhängung an drei Haken, oben verbunden an einem Haken. Ø 23,5 cm, H 30,5 cm. Stark gereinigt, verschliffen. Stellenweiser Grünspan. CHF 1 000/1 500 (€ 1 060/1 600) 1016* BRONZEBECKEN Wohl germanisch oder angelsächsisch, 6.–7. Jh. n. Chr. Bronze teils durchbrochen gearbeitet mit seitlichen, beweglichen Henkeln. Kalottenförmige Schale auf durchbrochenem ringförmi- gem Stand. Geritztes, umlaufendes Liniendekor. Ø 26,5 cm, H 10 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung A.C. (1921-2015), Schweiz, seit 1975 (gem. Verkäufer). Grünspan und Korrosion. Eine grössere Reparatur mit Kittungen. Vgl. für ein nahezu identisches Bronzebecken: Marcus Trier: Ein frühbyzantinisches Bronzebecken der Sammlung des Freiherrn von Diergardt im Römisch-Germanischen Museum Köln. Kölner Museums-Bulletin, Vol. 1/2002, S. 45–57. Das Römisch-Germani- sche Museum in Köln erwähnt des Weiteren etwa 80 vergleichbare Bronzebecken aus dem Frühmittelalter. Diese wurden im 6.–8. Jh. n. Chr. hergestellt und in wichtigen angelsächsischen, fränkischen, alemannischen, bajuwarischen und langobardischen Gräbern ent- deckt. Eine Farblithographie von James Basire und John Cleghorn aus dem Jahr 1855 zeigt eine ebenfalls sehr ähnliche Schüssel aus der ehem. Sammlung von Lord Londesborough (Vgl. John Yonge Akerman: Remains of pagan Saxondom. London 1855, Abb. X.) CHF 5 000/8 000 (€ 5 320/8 510) 18
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