DECORATIVE ARTS 27. MÄRZ 2025
1214 ANNAMARIABARBARAABESCH (1706–1773) Innerschweiz, 1742. Hinterglasmalerei mit der Darstellung der Judith mit dem Kopf des Holofernes vor dem Volke. Unten links signiert Anna Barbara von Esch sowie datiert 1742. In vergoldetem, geschnitztem Holzrah- men. Gemäss Etikette auf Rückseite "angek. von R. Zimmermann, Basel am 12.12.1951". 38 × 47 cm. Provenienz: - Privatsammlung Rudolf Zimmermann, Basel. - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Georg Staffelbach: Geschichte der Luzerner Hinterglasmalerei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Luzern 1951, Abb. 103, Vermerk "Basel. Rudolf Zimmermann". Kleine Fehlstellen an Hinterglasmalerei. Vergoldung des Rahmens mit minimem Ausbruch, Rissen und Kratzern. Nach dem Gemälde von Domenichino (Domenico Zampieri, 1581– 1641), respektive dessen Stich vom Schweizer Kupferstecher Jo- hann Jakob Frey (1681–1752) (The British Museum, Inv.-Nr. U,4.24). Obwohl die Komposition wie auch die Ausgestaltung der Figuren anders ausfällt, zeigt das Werk "Judith mit dem Haupt des Holofer- nes" (Kunstmuseums Basel, Inv.-Nr. 679), 1744, Abesch’s Auseinan- dersetzung mit dem Sujet und lässt eine gewisse Marktnachfrage vermuten. Dank ihrem Vater, Johann Petrus von Esch (1666–1731), übte sich Anna Maria Barbara (1706–1773) schon früh mit der Kunst der Hinterglasmalerei. Ab ca. 1730 genoss Abesch nicht nur wachsendes Ansehen, was ihr zugleich viele Aufträge einbrachte, sondern verbesserte dadurch auch stetig die Qualität ihres Schaf- fens (Georg Staffelbach: Geschichte der Luzerner Hinterglasmale- rei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Luzern 1951, S. 65). CHF 5 000/8 000 (€ 5 320/8 510) 185
RkJQdWJsaXNoZXIy MTU2