WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS AUKTION 18. SEPTEMBER 2025
1033* GOLD-PERLEN-COLLIER UND ADLERFIBEL-OHRRINGE Spätbyzantinisch, wohl Byblos, ca. 10./11. Jh. n. Chr. Das Collier aus Goldfiligrandrähten mit dreieckigem Anhänger mit Perlenrand sowie mittig eine Perle, zwei kleine Halbmond- Filigran-Hänger. Darüber mit zentraler Almandine gefasstes Goldfiligran-Kreuz in Perlenkranz. Kette aus feinen Goldstab- Segmenten mit Ösen. Die Ohrhänger in Form einer stilisierten Adlerfibel mit gefassten Perlen und Perlenkranz an Goldbügeln. Collier: H ca. 15,8 cm. Ohrring: H ca. 5,5 cm. Adlerflügel gebrochen. Fehlstellen an Perlen. Collier und Ohrrin- ge evtl. assortiert. Gold berieben und verschmutzt. Goldbügel der Ohrringe evtl. ergänzt. Provenienz: - wohl Besitz Nicola Karan, Beirut (gem. Karteikarte). - Sammlung Ernst und Marthe Kofler-Truniger (1903–1990 & 1918–1999), Luzern vor 1964 (Inv.-Nr. K726D). Ausstellungen: Kunsthaus Zürich, Sammlung E. und M. Kofler-Truniger, Luzern, 7.6.–2.8.1964, Nr. 584 (mit Ausstellungskatalog). Gem. Karteikarte von Kofler-Truniger datiert der renommierte Kunsthistoriker und Kenner byzantinischer Kunst, Prof. Marvin Chauncey Ross (1904–1977), das Ensemble ins 10./11. Jh. Er zi- tiert als Vergleich für unsere Adler-Anhänger ein Ohrring aus der Dumbarton Oaks Sammlung, welcher in Konstantinopel gefunden wurde. CHF 1 500/2 500 (€ 1 600/2 660) 1034* SCHMUCKSTÜCK IN FORM EINER AMPHORE Spätantik, Antiochia, ca. 5.–7. Jh. n. Chr. Getriebenes Gold mit Goldfiligrandrähten und Granulationsdekor in Form eines Henkelgefässes. Der Unterteil ursprünglich mit einer Almandine eingelegt (ursprünglich vier). Der Gefässober- teil mit eingezogenem Hals, angedeuteten Volutenhenkeln und bekrönt durch zwei Mondsicheln, welche mit Almandinen und grüner Glaspaste eingelegt sind. H 4,4 cm. Total 8,4 gr. Einlagen unvollständig. Rückseitig ein Loch in der Amphore. Etwas berieben und gedellt. Fragment. Provenienz: Sammlung Ernst und Marthe Kofler-Truniger (1903–1990 & 1918–1999), Luzern vor 1964 (Inv.-Nr. K710N). Ausstellungen: Kunsthaus Zürich, Sammlung E. und M. Kofler-Truniger, Luzern, 7.6.–2.8.1964, Nr. 449 (mit Ausstellungskatalog). Gem. Karteikarte verweist Prof. Marvin Chauncey Ross auf die Vase als hellenistisches Stilelement, welches von den Römern übernommen wurde und in Antiochia zur Römerzeiten und darü- ber hinaus bis zum 5. Jh. weiterhin verwendet wurde. Die Mondsi- cheln hingegen seien Stilelemente, die man an Schmuckstücken aus der frühen Völkerwanderungszeit wiederfinde (Vgl. B. Rupp: Die Herkunft der Zelleneinlage. Bonn 1937, Pl. IV aus der Dumbar- ton Oaks Collection in Washington). CHF 1 000/1 400 (€ 1 060/1 490) 22
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