WORKS OF ART & DECORATIVE ARTS AUKTION 18. SEPTEMBER 2025

1090 MAJOLIKA PINIENVASE MIT LÜSTERGLASUR Deruta, um 1520. Naturalistisch modelliert in ovaler Form mit kleinen Zapfen appliziert, auf einem auslaufenden Scheibenfuss, mit messingfarbener Lüsterglasur. Deckel fehlt. H 21 cm. Kleine Restaurierung. Provenienz: Privatsammlung, Lugano. Vergleichsstücke in Lüster und polychromer Bemalung: Metropolitan Museum of Art New York (Inv.-Nr. 1975.1.1026). J. Giacomotti, Les majoliques des Musées nationaux, Paris 1974, S. 132- 133, Nr. 668-670 (Musée de Cluny, Louvre); B. Rackham, Catalogue of Italian Maiolica, London 1977, Taf. 80, Nr. 517-518 (Victoria & Albert Mu- seum); Museo Nazionale di Firenze, Palazzo del Bargello, Catalogo delle Maioliche 1971, Nr. 459; G.Busti-F.Cocchi, in: R. Ausenda, Museo d'Arte Applicate. Le Ceramiche, tomo I, Milano 2000, S.89, Nr.77 (Castello Sfor- zesco di Milano). CHF 1 500/2 000 (€ 1 600/2 130) 1091* BRONZEFIGUR "ALLEGORIE DER ABUNDANTIA" Deutschland, wohl Augsburg, 16. Jh. Dem "Meister der Budapester Abundantia" zuschreibbar. Bronze dunkelbraun patiniert. Auf späterem, rechteckigem Marmorso- ckel. H ohne Sockel 30 cm. Patina berieben. Kleinere Ausbrüche am Sockel. Provenienz: Sammlung Arlette und Antony Embden, Frankreich. Unsere Bronzefigur ist mit einer allegorischen Figur des Überflusses zu vergleichen, die um 1530–1540 datiert und im Museum der Schö- nen Künste in Budapest aufbewahrt wird (Inv.-Nr. 5311). Der unbekann- te Künstler wird als Meister der Budapester Abundantia bezeichnet. Im Gegensatz zu den meisten seiner deutschen Zeitgenossen, die nur selten auf ein klassisches Vorbild zurückgriffen, zeigen die Werke jenes Meisters einen offensichtlicheren Einfluss der Antike. Wie beim Buda- pester Vorbild fehlt auch unserer Figur ihr Attribut, wohl ein Füllhorn. Ein weiteres Beispiel desselben Meisters zeigt eine Abundantia als Brun- nenfigur mit besagtem Füllhorn (vgl. Kunsthistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. 10081 bzw. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Inv.-Nr. Pl.O.561). Die Figur im Kontrapost wird je nach Modell durch eine Kugel unter dem linken Bein gestützt wie dies imMuseum der Schönen Künste in Budapest als auch im Cleveland Museum of Art zu sehen ist (Inv.-Nr. 1971.104). Vgl. Ernst Friedrich Bange: Die Deutschen Bronzestatuetten des 16. Jahrhunderts. Berlin 1949, Nr. 136–137 bzw. William D. Wixom: Renaissance Bronzes from Ohio Collections. Ohio 1975, Nr. 178. CHF 4 000/6 000 (€ 4 260/6 380)

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