BÜCHER & AUTOGRAPHEN 25. MÄRZ 2026

4253* Wagner, Richard, Komponist, (1813-1883). Eigenh. Brief mit Unterschrift "Richard Wagner". Biebrich, 23. April 1862. Gr.-8°. 1 S. auf Doppelblatt (schwache Faltspuren). An einen "verehrten Freund" über die geplante Auffühung des Lo- hengrin in Karlsruhe, die er nun nicht mehr unterstützen will: "So lebhaft mein Wunsch war, meinen hohen Gönnern in Karlsruhe eine correkte Aufführung meines Lohengrin vorzuführen, so glau- be ich doch für jetzt diesem Wunsche, sowie der Freude, die mir selbst eine solche Aufführung gemacht haben würde, entsagen zu müssen." Nach seiner Rückkehr aus dem Exil in der Schweiz bemühte sich der Grossherzog von Baden um Arbeits- und Auf- führungsmöglichkeiten für den Komponisten in seiner Residenz. Wagner hielt sich zwischen 1861 und 1863 insgesamt sieben Mal in Karlsruhe auf, statt des Lohengrin kam es am 14. Novem- ber 1863 im Hoftheater zu einem vom Komponisten dirigierten Konzert mit Auszügen aus noch unveröffentlichten Werken wie Tristan, den Meistersingern und Siegfried. Die Idee dazu formu- liert der vorliegende Brief: "Vielleicht mache ich dem Grossherzog den Vorschlag, in einem Conzert ihm einiges Instrumentale aus meinen neueren Arbeiten vorzuführen." - Möglicher Adressat des Briefes ist der Eduard Devrient, Direktor des Karlsruher Hofthea- ters. - Wohlerhalten. CHF 2 500 / 4 000 (€ 2 720 / 4 350) 4254* Wagner, Richard, Komponist, (1813-1883). Eigenh. Brief mit Unterschrift "Richard W". Paris, 26. Dezember [18]59. 8°. 2 S. auf Doppelblatt (Faltspuren, kl. Falzeinriss). An den befreundeten Dresdner Tenor Josef Tichatschek ("Lieber Tscheik"). "In Eile ein 2 Worte." - Inhaltsreicher Brief über seine Pariser Situation: "Ich will meinen Tristan aufführen: und um diess möglich zu machen, gebe ich - während wir diese neue Oper studieren - den Tannhäuser und den Lohengrin [...]". CHF 2 500 / 4 000 (€ 2 720 / 4 350) 4255* Zahn, Ernst, Schriftsteller (1867-1952). Sammlung von 96 eigenh. sowie 4 maschinenschr. Briefen mit Unterschrift. Diverse Beigaben. Meggen, Zürich u.a., 1935-1948. An ein Fräulein Lore, seine "liebe, kleine Freundin", die Schauspie- lerin Lore Hagemann, geb. Langen. Inhaltsreiche Briefe an eine junge deutsche Leserin seiner Werke, zu der Zahn eine sehr enge und persönliche Briefbeziehung pflegte. Nach einer dichten Folge von Briefen 1935-1938 sinkt die Frequenz der Mitteilungen in den Kriegsjahren, bricht 1943 ab und wird 1946/1947 wieder aufge- nommen, wobei die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingun- gen der Adressatin in der Nachkriegszeit im Vordergrund stehen. Die offenbar ebenso zahlreichen Gegenbriefe Lore Langens bzw. Hagemanns sind offenbar nicht erhalten und auch nicht im Nach- lassbestand Ernst Zahns in der ZHB Luzern verzeichnet. - Beili- gend einige maschinenschr. Gedichte Zahns sowie verschiedene Portrait-Photos des Schriftstellers. - Wenige Briefe mit starken Feuchtflecken, vereinzelt kl. Randschäden, insgesamt gepflegte Sammlung. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 170 / 3 260) 4253 4254 128

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