GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 18. SEPTEMBER 2026
162 3227* ADOLF VON MENZEL (Breslau 1815–1905 Berlin) Ritter in Rückenansicht. 1866. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Ad. Menzel. 66. 32 × 25,6 cm. Provenienz: - Auktion Sotheby‘s, London, 28.6.1999, Los 82. - Europäischer Privatbesitz. Literatur: Bernhard Maaz (Hrsg.): Adolph Menzel: radikal real, München 2008, S. 100, Nr. 66 (mit Abb.). Mit einer kunsthistorischen Analyse von Elisabeth Vogl, 6.3.2000 (in Kopie vorhanden). Als Adolf von Menzel zwischen 1861 und 1865 im Auftrag König Wilhelms I. an einem repräsentativen Monumentalgemälde, das dessen Krönung in Königsberg dokumentierte, arbeitete, kam er im Berliner Stadtschloss auch in Kontakt mit dort ausge- stellten Ritterrüstungen, die ihn in dieser Zeit zunehmend zu interessieren begannen. In jene künstlerische Schaffenspha- se Menzels ist auch vorliegendes Gemälde einzuordnen, so entstand es 1866 im Rahmen einer Serie an Studien, die mittelalterliche Rüstungen zum Thema hatten und bei denen Menzel das künstlerische Konzept, seinen Bildern durch ak- zentuierte Weisshöhungen, Dynamik und Tiefe zu verleihen, perfektionierte. In direkter Verbindung zu dieser bemerkens- werten Folge, die auch als „Rüstkammer-Phantasien“ be- zeichnet wird, steht auch unser Bild. Eines der Blätter dieser Serie befindet sich in der Hamburger Kunsthalle (Inv.-Nr. HK- 1273) ein anderes wechselte 2014 im Berliner Kunsthandel für knapp 3,3 Millionen Euro den Besitzer. CHF 20 000/30 000 (€ 21 740/32 610)
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