GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS 18. SEPTEMBER 2026

163 3228* ALBRECHT ADAM (Nördlingen 1786–1862 München) Pferde vor einem Jagdschloss. 1845. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: A Adam. 1845. 69,5 × 86 cm. Provenienz: - Kunsthandel München. - Kunsthandel J. P. Schneider, Frankfurt am Main (verso mit Stempel). - Europäische Privatsammlung, seit Mitte der 1960er-Jahre. Albrecht Adam, der Stammvater der berühmten Künstler- dynastie Adam, gilt als einer der bedeutendsten Pferdema- ler seiner Zeit und als exzellenter Maler komplexer Kompo- sitionen mit Tieren. Insbesondere seine Bekanntschaft mit dem königlich-bayerischen Oberstallmeister Karl Ludwig Philipp Freiherr von Kessling (1763–1843), der ihn in den Ställen und Reitsälen die Pferde malen liess, ermöglichte es Adam, die Anatomie der Tiere zu studieren. So erreich- te er in der Darstellung von Pferden eine Meisterschaft, die auch in vorliegendem wunderbaren Jagdstück deut- lich sichtbar ist. Heimgekehrt von einer erfolgreichen Jagd, haben sich ein Grossteil der Jäger bereits ins Jagd- schloss begeben, während vor dem Tore noch die Beute von einem Karren entladen wird. Der Fokus des Künstlers liegt eindeutig auf der Darstellung von Tieren. Im Vorder- grund sieht man neben dem erlegten Wild auch mehrere präzise wiedergegebene Jagdhunde, Hauptprotagonis- ten in unserem Bild sind jedoch die meisterhaft gemalten Pferde. CHF 20 000/30 000 (€ 21 740/32 610)

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