FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026

1138 TROMPE-L'OEIL ZITRONENTERRINE Höchst, um 1750. Fayence mit Muffelfarben. Die gelb und grün staffierte Frucht, auf einem gebundenen Blumenstrauss appliziert auf einem Weinblatt liegend. Eisenrote Radmarke und Beizeichen. L 19,5 cm, H 9 cm. Diverse Restaurierungen. Die Zitrone gehörte zu der zweiten exotischen Frucht, die Höchst in Fayence in diversen Versionen umsetzte. Bereits 1748 ist eine Höchster Zitronendose archivalisch belegt, die Christian Wilhelm von Löwenfinck bei seiner Abreise aus Höchst im Spätjahr 1748 mit sich nahm, somit bereits im Formenkanon vorhanden war (Reber 1986, S. 130). CHF 2 000/3 000 (€ 2 170/3 260) 1139 TROMPE L'OEIL MELONENTERRINE Höchst, um 1748. Fayence mit Muffelfarben. Naturalistisch modelliert und staffiert, appliziert mit Blättern und einer Kürbisblüte als Knauf. Auf einer passig geschweiften Unterplatte mit Blumendekor und brauner Randlinie. Gemarkt R in Braun. L 27 cm, H 16 cm. Restauriert, Deckel assortiert. Es ist davon auszugehen, dass Melonen, die ja keine einheimi­ sche Frucht sind, in der nahegelegenen Mainzer Favorite gezo­ gen wurden. Als direktes Fayence-Vorbild diente höchstwahr­ scheinlich eine Melonenterrine der Strasbourger Manufaktur aus den 1740er Jahren (Reber 1986, S. 127/128). CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630)

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