FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1141 FIGUR DES PANTALON Göggingen, um 1748–52, zugeschrieben. Fayence mit Scharffeuerdekor. Der bärtige Komödiant in schwungvoller Pose, im Begriff sein Schwert zu ziehen. Mit dunkelmanganfarben staffierter Mütze und Mantel, gelb gefüt tert, blauen Pluderhosen und eisenroten Schuhen. Auf einem flachen, quadratischen Sockel. Ohne Marke. H 27 cm. Schwertspitze fehlt, Nase minim bestossen. Provenienz: Sammlung Siegfried Ducret, Zürich. Ausstellung: Reinhard Jansen: Commedia dell'arte: Fest der Komödianten, Stuttgart 2001, Ausst.-Kat. Nr. 291. Vergleichsobjekt: Metropolitan Museum New York (Hacken broch 1977, S. 131, Nr. 250 (als Göggingen), unter object number: 64.101.384 (als Braunschweig). CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) 1140 MELONENTERRINE Göggingen, um 1748–52. Fayence mit Scharffeuerdekor. Naturalistisch gerippt und mit appliziertem Ast und Blättern auf dem Deckel. Staffiert in Grünschattierungen und dunkelgrünen Blättern. Auf einer passig geschweiften Unterschale bemalt mit Blumendekor. Gemarkt "Gögging" in Blau. L 24 cm, H 12 cm. Provenienz: Slg. Dr. Walter Michael Brod (1912-2010), Würzburg, 1980. Wenige Vergleichsobjekte dieses Schaugerichts aus der kurzen Produktionszeit der Manufaktur sind bekannt. Im Bayerischen Nationalmuseum München ein Modell mit zwei Melonen, Inv.- Nr. 34/489. CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) Göggingen (1748 –1752) Die Fayencemanufaktur in Göggingen bestand nur vier Jahre. Sie wurde von dem zuvor in der Fayencemanufaktur Öttingen-Schrattenhofen tätigen Georg Nicolaus Hoffmann gegründet, ein halbes Jahr später kam Joseph Hackl aus Augsburg in den Betrieb. Da die Fabrik nicht rentabel war, ließ Fürstbischof Joseph die Fabrik bereits am 25. Oktober 1752 wieder schließen. Joseph Hackl errichtete in der Folge 1754 eine Fayencefabrik in Friedberg, er nahm Restbe stände der Weißware und Farben dorthin mit. Die Bemalungen beider Manufakturen ähneln sich sehr. 126 |
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