FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1207 TABATIÈRE Ellwangen, um 1761–64. Bemalung Johann Andreas Bechdolff (1733–1807) zugeschrieben. Email mit Muffelfarben. Rechteckige Form mit vergoldeter Kup fermontierung. Bemalt Kupferstsichvorlagen von Johann Esaias Nilson (Schuster Nr. 54a,c) mit mythologischen Vedute, Genrefi guren und einem pfeiferauchenden Orientalen. Im Innendeckel der kanaanitische Heerführer Sisera und Jael aus dem Buch der Richter 4,5,21, betitelt in Schwarz "Sisera e Jael, interemtus, jud: IV,V 21", den getöteten Sisera darstellend. Ohne Marke. 9,7 × 5,5 × 5 cm. Literatur: Peter Ducret, "Türkendarstellungen auf Schrezheimer Fay ence-Bildplatten von Johann Andreas Bechdolff" in: Keramos 119/1988, S. 78-79, Taf. 13-16. Bechdolff kam Mitte des 18. Jh. aus Bautzen nach Ellwangen, wo er sich zum bedeutendsten Schmelz- und Porträtmaler in Ellwan gen und Schrezheim entwickelte, mit einem ganz charakteristi schen Stil. Ab 1764 als Hausmaler tätig, ist eine grosse Anzahl an Dosen überliefert, wobei nur zwei signierte Dosen bekannt sind (Pazaurek, S. 394; Nagel 2022, S. 11). CHF 2 000/3 000 (€ 2 170/3 260) 1208 TABATIÈRE Augsburg, um 1740–50. Bemalung wohl Johann Baptist Bergmüller. Email mit vergoldeter Metallmontierung. Emailfarbendekor. Runde Bombéform. Allseitig mit biblischen Szenen aus dem Neuen Testa ment: Jesus heilt die Blinden in Jericho, auf der Deckelinnenseite. Ohne Marke. Ø 7,2 cm. CHF 600/700 (€ 650/760) 180 |
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