FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
Provenienz: - The Garbisch Collection, Sotheby's New York, 17.5.1980, Lot 249. - Kunsthandel Heinz Reichert, München, 1980. Die Bemalung sei Bartholomäus Seuter (1678–1754) zuzuschreiben, so Ducret in seiner Dokumentation. Seuter betätigte sich, wie sein Bruder Abraham (1689–1747) als Hausmaler, vor allem auf Meissener Porzel lan und Fayence. Wie andere Hausmaler (Be chdolff, Ellwangen) bemalte er auch Emaildo sen. Joseph Hackl, der offenbar ebenso als Hausmaler in der Seuter'schen Werkstatt in Augsburg war (S. Ducret, KFS 1948, Nr. 11, S. 12), schreibt 1747/48, dass sein Nachbar Bartholomäus Seuter und dessen beide nun mehr verstorbenen Brüder unangefochten derlei Galanterie- und "Grotten-Arbeiten" schon seit dreissig Jahren gemacht hätten. Vergleichbare Blumendekore sind auf Augs burger Fayencekrügen bekannt (Ducret 1972, Abb. 2-7; Ziffer 2005, Nr. 21/22). CHF 800/1 000 (€ 870/1 090) 1209 DOPPELDOSE Augsburg, um 1750–60, zugeschrieben. Email mit Goldmontierung. Emailfarbendekor, mit galanten Paaren als Jahreszeitenallegorien und mit Landschaftspros pekten in Blau Camaïeu und Schmettlerlingen im Innenfond. 5,5 × 7,3 × 5 cm. Provenienz: Koller Auktionen, Zürich, 18.-20.3.2003, Lot 8315. Vergleichsobjekte: Snuff boxes, Katalog zur Sonderausstellung des Österreichischen Tabaksmuseums, 1990, Nr. 169, 170/171. CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) 1210 TABATIÈRE Augsburg, um 1740–50. Bemalung der Seuter-Werkstatt zug schrieben. Email mit vergoldeter Kupfermontierung. Rechteckige Bombé form. Allseitig mit Holzschnittblumendekor. Auf der Innenseite des Deckels eine Parklandschaftsszene mit Schlossanlage und Figurenstaffage. Ohne Marke. 8 × 6,3 × 3,6 cm. Risse im Email. | 181
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