FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1087 TELLER MIT BEKRÖNTEMMONOGRAMM Ludwigsburg, um 1760–70. Fayence mit Muffelfarbendekor. Zehnpassige Form, bemalt mit einem bekrönten aus Blüten gebildeten Monogramm TDC und einer Randbordüre auf der Fahne von schwarzgrundigen Früchtestilleben zwischen Blumenfestons. Ohne Marke. Ø 24,5 cm. Flache Bestossung am Rand. Provenienz: Slg. Ulrich Seiler, Auktion Weinmüller, 5.-9. 1973, Kat.Nr. 133. Aus einem Service stammend, das mit wenigen überlieferten Stücken in der Literatur und in Museen überliefert ist: Samm- lung Igo Levi (Auktion Weinmüller, April 1962, Nr. 334-336); eine Terrine im Depot des Strasbourger Museums (Angaben aus P. Ducrets Dokumention); Museum Ariana Genève diverse Platten und Teller (Inv.-Nr. AR 03490, AR 03488, AR 03484 und weitere); Museum Schloss Höchstädt (Inv.Nr. HöS.K0002); Museum für Franken Würzburg (Sammlung Amelung). CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) Ludwigsburg (1758–1824) Die Gründung einer Porzellanfabrik hatte eine wechselvolle Vorgeschichte, die 1734 ihren Anfang nahm. Herzog Karl Eu- gen von Württemberg verkündete erst 1758 die Gründung einer Porzellanfabrik und erteilte gleichzeitig Johann Jacob Morgenthaler, einem Bierbrauer und Gastwirt, und Anton Joachim, einem Maurer, das Privileg für eine Fayencefabrik. 1763 wurden die beiden Betriebe vereinigt, zwischen 1777– 1795 unter der Direktion von Maria Seraphia Löwenfinck, in zweiter Ehe mit einem Hauptmann de Becke vermählt. Unter den zweidutzend Mitarbeitern, die alle aus bekannten Ma- nufakturen kamen, war auch der berühmte Joseph Philipp Dannhöfer aus Wien, der bereits aus Fulda bekannt war und schliesslich Louis Victor Gerverot, der seine Erfahrungen zu- nächst in Sèvres und Niederviller gesammelt hatte und auch eine wesentliche Rolle in Schrezheim gespielt hatte. 1824 wurde die Manufaktur geschlossen. | 81
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