FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1088 TERRINE MIT PRÉSENTOIR Durlach, um 1770. Fayence mit Scharffeuerdekor. Seltene Form und Dekor in grün Camaïeu mit deutschen Blumen und Landschaften. Présentoir Ø 30,5 cm, Terrine Ø 27 cm. Provenienz: René Simmermacher, Zürich, 1998. CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) 1089 KLEINE TERRINE UND ZWEI TELLER Durlach und Mosbach, um 1780–90. Fayence mit Scharffeuerfarben. Bemalung mit Landschaftsdekor und einer grünen Randbordüre mit hellbraunen Blattmotiven. Gemarkt 1770=No 6; Dazu ein sechspassiger Dessertteller mit entsprechendem Dekor, Mosbach, um 1782–87, Periode Johann Friedrich List. Marke CT in Schwarz. Ø 12,6 cm, 24,8 cm, 21 cm. Minime Randbestossungen an einem Teller. Provenienz: Kunsthandel René Bieder, Basel. Zu einer vergleichbaren Durlacher Terrine datiert 1784 im Ausstel- lungskatalog Durlach (Karlsruhe 1975, Nr. 167, 169); für den Mosba- cher Teller, s. Ausstellungskat. Mosbach (Mannheim 1970, Nr. 72-77). CHF 1 000/1 500 (€ 1 090/1 630) Durlach (1723–44), (1749–1840) 1723 reichte Johann Heinrich Wachenfeld beim Markgrafen Carl Wilhelm von Baden-Durlach ein Gesuch für die Errichtung einer "Porzellan- und Tabac-Pfeifen-Fabrique en compagnie" ein, nachdem er sich von seinem Compagnon Charles-François Hannong aus Strasbourg 1722 getrennt hatte. Der frühe Tod des Gründers 1726 prägt die weitere Entwicklung der Manufaktur, bis sie - zunächst von einem der Hannong-Brüder, Joseph Vincent Hannong 1741 übernommen - bereits 1744 wieder verkauft wurde. In einer zweiten Phase geht 1749 das Privileg an den Durlacher Postmeister Georg Adam Herzog und an Johann Adam Benckiser, der durch die Vereinigung der markgräflichen Linien Baden-Durlach und Baden-Baden Zugang zu ausgezeichneten Tonvorkommen erhielt. Unter dem Leiter Dominik Cuny konnten nun hervorragende Produkte hergestellt werden. Nach dem Tod Benckisers 1765 führen Nachkommen den Betrieb fort, 1811/12 wird die Steingutfabrikation mitaufgenommen. Nach einem weiteren Verkauf schliesst die Fabrik 1840. Die Durlacher Fayencen zeichnen sich durch eine porzellanartig weisse Glasur aus. 82 |
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