FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026
1091 PAAR KÜRBISVASEN Fulda, um 1750–57. Bemalung Ignaz Hess zugeschrieben. Fayence mit Muffelfarbendekor. Die Bemalung auf der Front- seite mit freigemalten, europäischen Blumenbouquets, verso verstreute Vergissmeinnicht. Ohne Marke. H 25 cm. Provenienz: Auktion Phillips London, 17.2.1982, Lot 27. Ausstellung: Made in FD. Spitzentechnologie aus der Fuldaer Fayencemanu- faktur (1741–1760), Vonderau Museum Fulda, 13.3.-31.5.2015. Kat.Nr. 163, 164. Durch einen Vergleich mit den formidentischen Rohfayencen der Manufaktur (Schloss Fulda) mit einer Serie von Vasen aus der Sammlung Riesebieter (Hetjens MuseumDüsseldorf), gilt die Zu- schreibung an Fulda gesichert (Kramer 1981, S. 21). Die Blumenbemalung wird traditionsgemäss Ignaz Hess zuge- schrieben, der zunächst nur bis 1746 als Buntmaler in Fulda ar- chivalisch überliefert ist. Ignaz wechselte 1747 bis 1750 in die Fayence Manufaktur Höchst und kehrte dann bis 1757 wieder zurück nach Fulda. Aus seiner Schaffenszeit in Höchst haben sich diverse "Ign Hess" und "IH" signierte Stücke mit vergleichbarer Blumenmalerei er- halten, u.a. im MAKK in Frankfurt (Bauer 1977, Nr. 200, 201, 205). Weitere Vergleiche in der Sammlung Amelung (Museum Würz- burg 2014, S. 60) und im Vonderau Museum (Fulda Ausstellung 2005, Nr. 15). CHF 4 000/6 000 (€ 4 350/6 520) | 85
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