FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026

1001 SELTENE TEEKANNE Strasbourg, Periode Paul oder Balthazar Hannong, um 1735–48. Fayence. Birnenförmige Teekanne mit achtfacher Längsrippung auf rundem Standring. Ausguss in Form eines Vogelkopfs, figürlicher Henkel und Deckel mit Astgriffen. Bemalung in den Scharffeuerfarben gelb, blau, grün, braun und rot. Narziss, sein Spiegelbild im Wasser betrachtend sowie Mann und Schlange, wohl Apollo und Python oder Teiresias und weibliche Schlange. Landschaftsvignetten, Blumen und Insekten. H 18,5 cm. Ausbrüche an Deckel. Haarrisse an Kanne. Provenienz: Kunsthandel Philippe Couque, Paris, 1979. Literatur: Jacques Bastian: Strasbourg Faïences et porcelaines 1721–1784, Bd. I, 2002, S. 204-205, Abb. 193-194. Klassifiziert unter den Stücken mit aussergewöhnlichen De- koren, mitunter Chinoiserien und japanisch inspirierte Motive, Jagdszenen und mythologische Themen, stellt diese Teekanne ein seltenes Exemplar dar (s. Bastian 2002, S. 203ff.). Die Rarität der aufgeführten Exemplare bestärken die Theorie, dass diese individuell für private Auftraggeber gefertigt wurden. Vergleichsobjekt: formgleiche Teekanne, mit entsprechendem Dekor auf Deckel, Ausguss, Henkel und einigen Landschafts- elementen, jedoch mit anderen mythologischen Szenen in Auk- tion Pescheteau-Badin, "Les Choix de Christophe Perlès", Paris, 18.6.2018, Lot 69. Die zentralen Szenen zeigen hier einerseits Pyramus und Thisbe mit der Löwin und andererseits Nessus, De- janira und Herkules mit Bogen. CHF 3 000/5 000 (€ 3 260/5 430) | 9

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