FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026

1093 SELTENE BILDPLATTE "S. GUILIEMUS" Fulda, datiert 1745. Bemalung von Johann Bernhard Schmidt. Fayence mit Sepiamalerei. Rechteckige Form. Darstellung des Eremiten und Heiligen Wilhelm von Malavalle. Betitelt unten links "S. Guiliemus", signiert und datiert "J.B. Schmidt 1745". 14,5 × 9,2 cm. Provenienz: Kunsthandel Philippe Couque, Paris, 1974. Ausstellung: Gregor K. Stasch: Made in FD. Spitzentechnologie aus der Fuldaer Fayencemanufaktur (1741–1760), Vonderau Museum Fulda, 13.3.-31.5.2015, Ausst.-Kat. S. 107, Nr. 182. Literatur: Peter Ducret, "Eine Fayence-Bildplatte von Johann Bernhard Schmidt, Fulda", in: Keramos 76/1977, S. 27ff. Seltenes und bedeutendes von J. B. Schmidt signiertes Werk, das er während seiner Schaffenszeit in Fulda (wohl 1741–48) bemal­ te nach einem Kupferstich von Raphael Sadeler, 1598. Ducret hatte diese Bildplatte als äusserst seltene von Schmidt signierte und auch datierte Arbeit präsentiert (ebd., S.31). Johann Bernhard Schmidt trat im gleichen Jahr der Manufak­ turgründung wie Adam Friedrich von Löwenfinck, 1741, in den Dienst der Fuldaer Fayencemanufaktur. Dem Stil Löwenfincks mit seinen charakteristischen, frühen asiatisch inspirierten Deko­ ren, passte er sich offensichtlich an, wie eine "Fuld. J. B.Schmidt" signierte Deckelvase mit dem Wappen des Fürstabtes Amandus von Buseck, dem Manufakturgründer, verdeutlicht (Museum Hamburg). Schmidt muss eine bedeutende Stütze der Manfaktur gewesen sein, dies vor allem nach dem Weggang Löwenfincks im Jahr 1744 bis zum Eintreffen eines anderen bedeutenden Fay­ encemalers, Joseph Philipp Dannhöfer im Jahr 1751. CHF 3 000/5 000 (€ 3 260/5 430) Raphael Sadeler: Guilielmus, 1598. Sammlung Ducret. 90 |

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