FASZINATION FAYENCE DIE SAMMLUNG DR. PETER DUCRET 17. SEPTEMBER 2026

1094 SELTENE BILDPLATTE "LE CHANT" Fulda, um 1753–58. Bemalung Joseph Philipp Dannhöfer zugeschrieben. Fayence mit Sepiamalerei. Rechteckige Form. Nach einem Kup­ ferstich von Johan Esaias Nilson "Le Chant" (Schuster Nr. 56) mit einer Watteauszene in einer Parklandschaft. In geschnitztem Holzrahmen. Ohne Marke auf der glasierten Rückseite. 24,3 × 19 cm. Provenienz: Auktion Sotheby's London, 6.10.1981, Lot 186. Ausstellung: Gregor K. Stasch (Hrsg.): Made in FD. Spitzentechnologie aus der Fuldaer Fayencemanufaktur (1741–1760), Vonderau Muse­ um Fulda, 13.3.- 31.5.2015, Ausst.-Kat. Nr. 179. 1751 trat der erfahrene Wiener Joseph Philipp Dannhöfer (1712– 90) in den Dienst der Fuldaer Manufaktur. Er war einer der wan­ derfreudigsten Maler seiner Zeit und hatte seine Erfahrungen bereits in der Manufaktur Du Paquier, auch in Meissen, seit 1737 in Bayreuth und schliesslich von 1747 bis 1750 als einer der fä­ higsten Maler in Höchst, gesammelt. Zu dieser Zeit hatte Adam Friedrich von Löwenfinck die Manufak­ tur bereits verlassen. Dannhöfer war ein Spitzenmaler und gab der Manufaktur zusammen mit den renommierten Malern Georg Friedrich und Sohn Ignaz Hess neuen Aufschwung. Unter den bekannten Fuldaplaketten scheint die Malerei der zwei Plaketten von Dannhöfer mit Darstellung der Hl. Familie und Anbetung der Könige (Hüseler I, Abb. 61, 62) dieser Bildplatte am nächsten zu kommen. CHF 2 000/3 000 (€ 2 170/3 260) Johann Esaias Nilson: Das Singen, Rijksmuseum (Inv.-Nr. RP-P-1964-2951), Open Source. | 91

RkJQdWJsaXNoZXIy MTU2