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11 Vorschau auf die Auktion Impressionismus und Moderne Kunst vom 3. Dezember 2021 Formen und Farben aus der Natur 1 Detail: Gustave Loiseau (1865–1935). Bord de la rivière, la Seine à Porte-Joie. Um 1901. Öl auf Leinwand. 54 × 65 cm. Schätzung: CHF 70 000/120 000 2 A brahamManievich (1881–1942). Through the trees (Fairy Park). 1919. Öl auf Leinwand. 84 × 89 cm. Schätzung: CHF 80 000/120 000 3 Paul Klee (1879–1940). Kleine Gartenecke. 1931. Öl und Wachsfarbe auf Papier auf Künstlerkarton. 16,5 × 14 cm. Schätzung: CHF 100 000/150 000 FÜR WEITERE INFORMATIONEN IMPRESSIONISMUS & MODERNE Jara Koller jara.koller@kollerauktionen.ch ONLINE-KATALOGE www.kollerauktionen.ch 2 Anfang des Jahres 1895 zog Gustave Loiseau nach Moret-sur-Loing und folgte damit Alfred Sisley, der sich bereits sechs Jahre zuvor dort niedergelassen hatte. Inspiriert von den idyllischen Landschaften der Île-de-France südlich von Paris entstehen vibrierende Gemälde, die er en plein air auf die Leinwand bringt. Loiseau bereiste gern ländliche Gegenden, darunter auch die kleinen Dörfer Tournedos-sur-Seine und Porte-Joie nördlich der Hauptstadt, wo das vorliegen- de Landschaftsbild entstand (Abb. 1). Mit ‹Through the trees (Fairy Park)› (Abb. 2) können wir ein exzellentes Frühwerk des russisch-ukraini- schen Malers Abraham Manievich ausrufen. In Russ- land war er bereits um den ErstenWeltkrieg anerkannt und feierte damals erste internationale Erfolge. Unser Landschaftsbild malte er im Jahr 1919, kurz vor seiner Auswanderung in die USA. Das elegante, komplexe Geflecht aus Ästen ist ein charakteristisches Kompo- sitionsmittel des Künstlers und steht exemplarisch für seine wichtigsten Arbeiten. ‹Through the trees› blieb bis zumTodManievichs in dessen Besitz und ging spä- ter an seine Tochter über. Die Natur ist auch im Lebenswerk von Paul Klee ein zentrales Thema. Schon als kleiner Junge zog ihn die Welt der Pflanzen mit ihrer unendlichen Vielfalt an Formen und Farben an. Er betätigte sich von klein auf selbst im Garten, säte Samen und pflanzte Knollen. Er sammelte Blüten und Blätter, trocknete und studier- te sie und stellte sie zu einem Herbarium zusammen. Die pastos gemalte ‹Kleine Gartenecke› aus dem Jahr 1931 (Abb. 3) legt von seiner Begeisterung für die Flo- ra seiner Umgebung ein beredtes Zeugnis ab. 3

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