Koller View 2/21
14 Frank Stella Die hier gezeigte kleinformatige Abbildung von Frank Stellas dreidimensionaler Collage «Guifa e la Berretta Rossa» von 1985 täuscht über die enorme Grös- se dieses Kunstwerks von drei mal vier Metern hinweg. Stella verliess, von der abstrakt-ex- pressionistischen Malerei kommend, das fla- che Rechteck der Leinwand, um neue, drei- dimensionale Objekte mit Tiefenillusionen zu schaffen: «Der Impuls, der in sie [meine Skulpturen] einfliesst, ist malerisch, und sie leben oder sterben von meinen male- rischen Fähigkeiten, nicht von meinen Fä- higkeiten als Bildhauer.» Benannt sind die Werke dieser Serie nach Kurzgeschichten von Italo Calvino. Guifa e la Berreta Rossa. 1985. Wandrelief. Öl, Urethan, Emaille, fluoriszierender Alkydharz und Arcyl auf Leinwand. 330 × 406 × 78,7 cm. Schätzung: CHF 300 000/500 000 John Chamberlain Chamberlain gestaltete dieses Objekt als Geschenk für Heidi Connor, seine Business- und Studio-Managerin der Jahre 1980 bis 1990. Sie hielt ihm damals den Rücken frei, koordinierte seine geschäftlichen Angelegenheiten, einschliesslich seiner Finanzen und der Dokumentation seiner Arbeit. Diese «Birthday Card» versammelt auf vergleichsweise kleinem Raum viele typische Elemente Chamberlains Kunst: die Metallfragmente vom Autofriedhof, expressive Farbflächen und das spielerische Setting der einzelnen Formen auf der Bildfläche. Heidi (A Birthday Card). 1991. Chrom, Stahl und Lack. 28 × 81,2 × 15,2 cm. Schätzung: CHF 90 000/140 000 Roberto Matta Der chilenische Kosmopolit Matta arbeitete im Kreis der Pariser Surrea- listen, lebte lange in New York, bevor er in Italien seinen Lebensabend verbrachte. Sein «kosmischer Surrealismus» thematisiert die Macht des Unterbewussten, aber auch sein politisches Engagement in grossfor- matigen und formenexplosiven Traumwelten. Sueño: un sogno. 1993. Öl auf Leinwand. 150 × 146 cm. Schätzung: CHF 50 000/70 000 © Fairweather & Fairweather LTD / 2021, ProLitteris, Zurich © 2021, ProLitteris, Zürich
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