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14 Vorschau auf die Auktion der Sammlung Wehrli für Schloss Wildenstein vom 31. März 2022 Helvetische Handwerkskunst Der Unternehmer Samuel Wehrli aus Suhr im Aargau sammelte während fast vier Jahrzehnten Möbel aus dem schweizerischen Raum. Wehrli erwarb im Jahr 1 Imposanter Trumeau-Spiegel mit mythologischer Szene. Johann Samuel Diwy. Schätzung: CHF 20 000/30 000 2 Sekretär à abattant. Louis XVI, Bern um 1780. Johannes Äbersold. Schätzung: CHF 5 000/8 000 3 Museale Pendule mit Flötenwerk. Louis XVI, Neuenburg, das Werk datiert 1783. Signiert Pierre Jaquet-Droz. Schätzung: CHF 70 000/100 000 regional geschätzten Berner Ebenisten wie Mathäus Funk (1697–1783), Johannes Äbersold (1737–1812, Abb. 2) und Christoph Hopfengärtner (1758–1843) sind zahlreich in seiner Sammlung enthalten. Und auch bedeutendes Mobiliar der Lenzburger Ebenisten- Dynastie Hämmerli werden zum Aufruf kommen. Darüber hinaus zu erwähnen sind diverse Spiegel und Konsolen aus den Werkstätten von Johann Friedrich Funk I. und dessen Sohn Johann Friedrich Funk II. Er- gänzt wird die umfangreiche Sammlung von Schwei- zer Möbeln durch Truhen, Buffets und Stabellen aus Zürich, Luzern und der ländlichen Innerschweiz. 1 FÜR WEITERE INFORMATIONEN DECORATIVE ARTS Stephan Koller skoller@kollerauktionen.ch ONLINE-KATALOGE www.kollerauktionen.ch 2010 das Schloss Wildenstein im aargauischen Velt- heim, das bereits im frühen 14. Jahrhundert erstmals erwähnt wird und das Hans Thüring Effinger ab 1640 als barockes Wohnschloss einrichtete. Samuel Wehr- lis Ziel war es, an diesem geschichtsträchtigen Ort ein möbelgeschichtliches Museum aufzubauen. Aus verschiedenen Gründen wurde dieser Traum nie Wirk- lichkeit, so dass wir nun mit dem Verkauf der Wehrli- schen Sammlung beauftragt wurden. Insgesamt kommen aus der Kollektion Wehrli etwa 300 Objekte zum Aufruf, aufgeteilt auf mehrere Auk- tionen. Das Glanzstück der Sammlung bildet die 1783 geschaffene Effinger Pendule mit Orgelwerk (Abb. 3), benannt nach dem Berner Schultheiss Franz Victor Effinger von Wattenwyl, der diese 1784 als Schenkung erhielt. Die Pendule ist ein Meisterwerk von Pierre Jaquet-Droz (1721–1790), einem der bedeutendsten Schweizer Uhren- und Automatenbauer des 18. Jahr- hunderts, der Stutzuhren und Prunk-Pendeluhren wie diese herstellte. Jaquet-Droz war insbesondere bekannt für aufwändige Automaten und Musikwerke. Auf den in diesem Exemplar verbauten Orgelpfeifen können acht verschiedene Melodien gespielt werden. In der früheren Phase seines Sammelns waren Wehrli hauptsächlich kunsthandwerkliche Aspekte wichtig. Später sammelte er Möbel aus der Westschweiz, ins- besondere aus dem Raum der ehemaligen Stadt und Republik Bern, zu der Samuel Wehrlis Heimat, der Untere Aargau, bis 1798 gehörte. Werke von über- 2 Schloss Wildenstein in Veltheim (AG)
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