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7 FÜR WEITERE INFORMATIONEN DECORATIVE ARTS Stephan Koller skoller@kollerauktionen.ch PORZELLAN Sabine Neumaier neumaier@kollerauktionen.ch SILBER Corinne Koller ckoller@kollerauktionen.ch ONLINE-KATALOGE www.kollerauktionen.ch Fernost in Europa Vorschau auf die Auktion Decorative Arts vom 22. September 2022 1 T eekanne in Form eines japanischen Bantam Hahns. Meis- sen, um 1730. Mit Caduceus-Marke. Modell von Johann Gottlieb Kirchner (1706–1768). Die Bemalung später, wohl um 1735. H 15 cm, L 19 cm. Schätzung: CHF 26 000/30 000 2 L ackkommode. Louis XV, Paris, um 1760. Die europäische Lackarbeit 18./19. Jh. 102 × 52 × 88 cm. Schätzung: CHF 60 000/100 000 3 P aar imposante Balustervasen «Pour Torchère» im Goût Chinois. Frankreich, 2. Hälfte 19. Jh. Mit Ritzsignatur BL.V.R.2 sowie Sèvres-Marke in ovaler Rahmung. H 108 und 103 cm. D je 50 cm. Schätzung: CHF 40 000/60 000 4 M onumentale Pendule «La Paix et l’Abondance». Restau- ration, signiert J.H. Doresse Fabr. de Bronzes de la Cour à Bruxelles, datiert 1836. Der Entwurf von Tilman-François Suys für König Wilhelm I. von Belgien und das Palais Royal in Brüssel. Monogrammiert LR. 75 × 28 × 93 cm. Schätzung: CHF 20 000/30 000 1 2 3 4 Lackkommoden des 18. Jahrhunderts (Abb. 2) oder auch die Sèvres-Monumentalvasen (Abb. 3) aus unserer Auktion De- corative Arts bedienen sich nicht selten dekorativer Bezüge zu Ostasien. Gestaltet im «goût japonais» oder «goût chinois» zeigen sie handwerklich aufwändig hergestellte Lackbilder und Porzellanmalereien, deren asiatisch anmutendes Dekor einen extravaganten Hauch Exotik in die europäischen Salons und Herrschaftshäuser trugen. Als Vorbilder dienten Por- zellane und Lacktafeln aus Japan und China, die durch den regen Handelsausta usch nach Frankreich kamen. Die Pariser Marchand-Merciers etablierten innerhalb kurzer Zeit einen prosperieren- den Markt für diese Chinoiserien. Die beiden gross dimensionierten Vasen sind typische Prunkdekorstücke, welc he die Ma- nufaktur von Sèvres für die Ausstattungen königlicher Paläste herstellte. Der ei ngelasse- ne Metallboden imHals der Vasen deutet auf deren ursprünglichen Gebrauch hi n als so genannte Torchèren, also monumentale Stehleuchter. Die Gestaltung des Porzellan-Hahns der Manufaktur Meissen geht auf japani sche Vorbilder eines Bantam-Hahns zurück und ist in dieser Ausführung äusserst sel- ten (Abb. 1). Als Anfertigung für das Palais Royal in Brüssel gilt die repräsentativ e Pendule mit zwei flankierenden weiblichen Figuren (Abb. 4).
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