KOLLER VIEW 01/26

pre view. 02 13 1 Drama auf hoher See Dieses für Ivan Aivazovsky typische See­ stück versammelt symbolisch aufgelade­ ne Details: das gestrandete Schiffswrack, das den Naturgewalten ausgesetzte Rettungsboot und die steile Felsenküs­ te. Wellen und Himmel schillern in vielen Blautönen. Der Romantiker setzt die Sze­ ne in dramatisches Licht, ihr Ausgang bleibt offen. Ivan Konstantinovich Aivazovsky (1817–1900). Schiffbruch an der Felsküste. 1872. Öl auf Leinwand. 46,5 × 72 cm. Signiert. Schätzung: CHF 180 000/250 000 2 Meissener Opulenz Lebenslustige Harlekingruppen, hinter der Süsse von Rokokopaaren versteckte Lüsternheit, detailreiche Chinoiserien und formschönes Böttgersteinzeug – seit mehreren Jahrzehnten in Familienbesitz. Zwei traditionelle Meissener Privat- sammlungen gewähren einen Einblick in die schöpferische Phantasie des frühen 18. Jahrhunderts. Frühes Meissener Porzellan und Böttgersteinzeug aus zwei Schweizer Privatsammlungen 3 Luxus- Möbel Ab Mitte des 18. Jahrhunderts entstand im Raum Mainz eine neue Möbelgattung, «Cantourgen» genannt – eine französi­ sierte Form des Wortes «Kantörchen» (von Kantor oder Comptoir). Es handelt sich um dreiteilige Schreibschränke mit Kommodenunterteil, Schreibfach und Aufsatzschrank, die zur Aufbewahrung und Verwaltung von Dokumenten dienten. Aufsatzschreibschrank «Cantourgen». Rokoko, Mainz, um 1760. Nussbaum und andere teils getönte Hölzer. 120 × 75 × 213 cm. Schätzung: CHF 25 000/35 000 4 Im Zeichen des Delfins Solche Torchèren beleuchteten im 17. und 18. Jahrhundert Prunksäle in Genua. Das Delfinmotiv geht wohl auf Zeich­ nungen von Filippo Parodi zurück. Aus­ geführt wurden die Delfin-Torchèren vielfach von weniger bekannten oder anonymen Genueser Ebenisten. Unser Leuchterpaar wird von Kristallglas- Girandolenaufsätzen bekrönt. Zwei Torchèren in Form von Delfinen. Barocchetto. Genua, 17./18. Jh. In der Art von Filippo Parodi (1630–1702). Holz, bemalt und vergoldet. H 222 cm. Schätzung: CHF 20 000/30 000 2 3 4

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