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18 FÜR WEITERE INFORMATIONEN ASIATICA Regi Preiswerk preiswerk@kollerauktionen.ch ONLINE-KATALOGE www.kollerauktionen.ch 1 P rächtige Steinstele des Vishnu. Indien, Pala, 12. Jh. H 102 cm. Schätzung: CHF 50 000/80 000 2 G rosser Bronze-Buddha. Thailand, 14. Jh. H112 cm. Schätzung: CHF 80 000/120 000 3 Q i Baishi (1864–1957). Garnelen und Lotos. Tusche auf Papier. 79,5 × 32 cm. Schätzung: CHF 15 000/25 000 4 M andala des Amitayus. Südtibet, 15. Jh. 62 × 55 cm. Schätzung: CHF 25 000/35 000 5 E kadashamukha Avalokiteshvara. Tibetochinesisch, 17./18. Jh. H 29,5 cm. Schätzung: CHF 40 000/60 000 Elfköpfige Barmherzigkeit Vorschau auf die Asiatica-Auktion vom 28. November 2023 In der November-Auktion präsentiert sich Avaloki- teshvara, Bodhisattva der Barmherzigkeit, in einer seiner spektakulärsten Formen, nämlich als elfköpfi- ge, ekadashamukha genannte Gestalt (Abb. 5). Neun seiner Köpfe mit sanftem Gesichtsausdruck sind in Amitayus ist eine Sonderform des Amitabha, der zu den fünf grossen transzendentenBuddhas gehört und als die Verkörperung der absoluten Wahrheit und des unendlichen Lebens gilt. Ein Mandala zeigt den präch- tigen Palast des Amitayus, umgeben von Gottheiten und Lehrmeistern der Shakyapa-Tradition (Abb. 4). Mit schwungvollen Tier- und Pflanzendarstellungen wurde der Chinese Qi Baishi bekannt, bedeutend war auch sein künstlerisches Schaffen als Schriftkünstler und Siegelschneider. Seit Jahren sind seine Werke bei Sammlern gefragt, er zählt zu den Künstlern mit den höchsten Umsätzen auf dem internationalen Kunst- markt. Die von uns angebotene Tuschzeichnung mit Garnelen und Lotos darf als exemplarisch bezeichnet werden (Abb. 3). Hier begegnet dem Betrachter der kraftvoll-spontane Pinselduktus, der das Spätwerk von Qi Baishi prägte. 4 Dreiergruppen übereinander getürmt und symbolisieren die Unermesslichkeit des Mitgefühls und der Aufmerksamkeit, die er der Menschheit entgegenbringt. Die neun Köpfe sind von einem zornvollen Mahaka- la-Kopf und zuoberst dem Kopf des Buddha Amitabha bekrönt. Bodhisattvas sind er- leuchtete Wesen, die dem Paradies entsa- gen, um den Menschen bei ihrem Weg zur Erleuchtung und zu einer höheren Weisheit behilflich sein zu können. Symptomatisch für die Verkörperung der Hilfsbereitschaft sind die acht Arme, die ursprünglich ver- schiedene Attribute hielten. Der stehende Bodhisattva tritt in prächtigem Prinzen- schmuck auf: mit Schmuckketten, Ohr- gehängen und Kronen. Das Antilopenfell über seiner linken Schulter erinnert an as- ketische indische Gurus. Dieses Werk eines chinesischen oder mongolischen Ateliers, das 25 Jahre lang Teil einer Schweizer Pri- vatsammlung war, berührt zuerst durch den künstle- rischen Ausdruck der feinen Gesichter. Bestechend sind auch seine kräftige Feuervergoldung und die eleganten, meisterhaft gelungenen Gravuren auf der Oberseite des Lotospodestes. 1 2 3
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