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11 Vorschau auf die Auktion Silber vom 25. März 2021 Seltenes Hamburger Silber FÜR WEITERE INFORMATIONEN SILBER Corinne Koller ckoller@kollerauktionen.ch ONLINE-KATALOGE www.kollerauktionen.ch Zu einer Hamburger Privatsammlung, die im März zumAusruf kommen wird, zählen einige herausragen­ de Objekte aus der Blütezeit der Hamburger Gold­ schmiedekunst des 17. Jahrhunderts. An erster Stelle darf ein prachtvoll gestalteter Deckelhumpen des Hamburger Goldschmieds Hans Lambrecht III. aus der Zeit des Barock genannt werden (Abb. 3). Die Ver­ bindungen der Lambrechts reichten bis in den Mos­ kauer Kreml oder an den dänischen Hof. Der Deckel des fast vier Kilogramm schweren Prunkhumpens ist mit Darstellungen von Venus, Mars und Amor verse­ hen. Die Reliefs der Wandung zeigen Motive der durch einen Kampf mit Kentauren dramatisch verlaufenen Hochzeit des Lapithenkönigs Peirithoos. Bei diesem Stück handelt es sich ursprünglich um ein Geschenk unter Monarchen: Prinz Woldemar von Dänemark überbrachte es 1644 dem russischen Zaren Micha­ il Fedorowitsch. Doch auch dieses üppige Präsent konnte nicht verhindern, dass die angestrebte Hoch­ zeit zwischen dem Dänenprinzen und der Zarentoch­ ter schliesslich platzte. Ein grosser Münzpokal (Abb. 1) darf als Besonder­ heit angesehen werden, da es den Hamburger Silber­ schmieden grundsätzlich verboten war, Silbermünzen zu verarbeiten. Bei diesem mit verschiedenen Geld­ stücken dekorierten Pokal könnte es sich also um eine individuelle Auftragsarbeit gehandelt haben, etwa um ein repräsentatives Diplomatengeschenk. Eine prachtvolle Deckelschüssel (Abb. 2) könnte dem Rus­ sen Grigori Potemkin als Geschenk übergeben wor­ den sein, als man ihn 1776 zum Fürsten des Heiligen Römischen Reichs ernannte. Eine weitere Silberscha­ le (Abb. 4) trägt die Meistermarke «IB» von Johann Brockmer, der wie die erwähnten Lambrechts in Ham­ burg tätig war. 1 G rosser Münzpokal. Hamburg 1681–1688. Meister­ marke Heinrich von Dort. H 54 cm. 1 850 g. Schätzung: CHF 80 000/140 000 2 D eckelschlüssel. Hamburg 1673/74. Meistermarke Johann Timme. H 20 cm. D 24 cm (ohne Henkel). 2 120 g. Schätzung: CHF 40 000/70 000 3 G rosser Deckelhumpen. Hamburg 1642. Meister­ marke Hans Lambrecht III. und preussischer Steuerstempel. H 31 cm. 3 890 g. Schätzung: CHF 90 000/140 000 4 S ilberschale. Hamburg, um 1670. Meistermarke Johann Brockmer. D 33 cm. 460 g. Schätzung: CHF 6 000/12 000 1 2 3 4

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