Koller View 1/21
FÜR EINLIEFERUNGEN UND SCHÄTZUNGEN SCHWEIZER KUNST Cyril Koller lkoller@kollerauktionen.ch Resultate der Auktion Schweizer Kunst vom 4. Dezember 2020 Grosse Namen, hohe Zuschläge Aussergewöhnliche Kunstwerke sorgten in der Dezember-Auktion Schweizer Kunst für sehr grosses Interesse und hervorragende Resultate. Die erzielten Zuschläge für bedeutende Gemälde von Ferdinand Hodler, Félix Vallotton oder Gottardo Segantini lagen weit über den Schätzungen. Hodlers erhabene Landschaft «Thunersee mit Niesen» und das Bildnis «Blick ins Unendliche» setzten sich dabei mit siebenstelligen Ergebnissen erwartungsgemäss an die Spitze der Resultatliste. Aber auch die Auktionslose aus demmittleren Preissegment gelangten fast durchweg in ein neues Zuhause: Von 91 angebotenen Werken fanden 82 einen Abnehmer. Mit einer Verkaufsrate von 145 Prozent der Gesamtschätzungssumme sind die Resultate dieser Auktion ein starkes Zeichen dafür, dass der Auktionsmarkt für Schweizer Kunst lebendig und stark ist. Ferdinand Hodler Gekauft wurde das Gemälde 1913 anlässlich einer Ausstellung in Solothurn. Mehr als ein Jahr hundert verblieb diese für Hodler typische Landschaft in Familienbesitz. Sechs verschiedene Bieter aus dem In- und Ausland sorgten für einen Zuschlag bei 4 Mio. Franken, was eine Ver dreifachung der Taxe bedeutet. Thunersee mit Niesen. 1912 / 13. Öl auf Leinwand. 61,5 × 85,5 cm. Ergebnis: CHF 4 Mio. Ferdinand Hodler Hodlers Ölstudien für das monumentale Wandbild «Blick ins Unendliche» sind eigenständige Kunstwerke. In ihrer lebendigen Farbigkeit und detailreichen Ausführung zeigen sie nicht nur den Prozess der Bildfindung, sondern entwickeln ein kraftvolles Eigenleben. Das Wandbild, das der Künstler ursprünglich fürs Kunsthaus Zürich erdacht hatte, fand seinen Platz schliesslich 1927 imKunstmuseumBasel, wo es seit wenigen Jahren wieder in ganzer Schönheit zu sehen ist. Blick ins Unendliche, grosse Kopfstudie. 1915–18. Öl auf Leinwand. 70 × 61,5 cm. Ergebnis: CHF 1 Mio.
RkJQdWJsaXNoZXIy MTU2